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Freitag, 27. November 2009

Weihnachtswunschzettel

  • wieder grüne Bäume
  • Motivationsgebäck von Muttern
  • neue Laufschuhe (--> Zusammenhang zu vorangegangenem Wunsch)
  • dass immer Sommer ist (vermutlich gute Chancen wegen #klimakatastrophe).
  • jeden Tag gute Laune
  • jeden Tag Waffeln
  • nur noch halb so viel arbeiten, aber doppelt so viel Geld kriegen (vermutlich schlechte Chancen)
  • mehr hübsche Männer im Fitness-Studio
  • alle fehlenden Staffeln von Greys Anatomy
Sonst keine Wünsche.

Mittwoch, 25. November 2009

Im Zug mit Marit

[via]

Montag, 23. November 2009

Alta!

Außentermin. Es regnet in Strömen. Tropfnass marschiere ich an einer Berufschule vorbei. Es ist grad große Pause. Ein paar Checker stehen unter einem Vordach und rauchen.

Checker I: Lass ma' die Dame vorbei, Alta. Die is schon voll nass, ey.
Checker II: Was läuft die auch durch den Regen, Alta.
Checker I: Kommt bestimmt vonne Arbeit, wie die aussieht.
Checker II: So nass, ey! Auffe Arbeit, ey! Dann lieber Hartz IV und trocken, Alta.

Sonntag, 22. November 2009

Ein Buch für Sonntage

Wahrhaft gute Bücher steigen nicht nur zu Kopf, sondern erobern auch das Herz. Deshalb mache ich normalerweise keine Empfehlungen zu Büchern, denn die meisten, die ich lese, unterhalten zwar, begeistern mich aber nicht. Anders T.S. Spivet.

Tecumseh Sparrow Spivet, der Protagonist, ist zwölf und ein Klugscheißer. Er kartographiert die Welt in hunderten Notizbüchern, weil er Wegweiser und Koordinaten braucht, um sich in ihr zurechtzufinden.Seine Eltern sind ein seltsames Paar: Seine Mutter ist eine schrullige Käferforscherin (er nennt sie "Dr. Clair"), sein Vater ein stumpfer Cowboy, in dessen Gegenwart der Tecumseh einsamer ist, als wenn er alleine wäre. Eines Tages ruft das Smithonian Institute an, verleiht T.S. einen Preis für eine Zeichnung und lädt ihn nach Washington ein - ohne zu wissen, dass er ein kleiner Junge ist. Tecumseh macht sich auf die Reise.

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Hauptdarsteller des Buches ist allerdings nicht der Junge, sondern es sind seine Zeichnungen und Randnotizen. Sie begleiten und verbinden die Geschichte, beschreiben größtenteils nur. So geschieht es beim Lesen, dass ich inne halte, die kleinen, detailverliebten Beobachtungen betrachte, sie deute - und plötzlich die Welt mit den Augen Tecumsehs sehe.

Lesen Sie dieses Buch. Es ist bezaubernd. Genau das richtige für windige Sonntage.

Donnerstag, 19. November 2009

Freddie muss ins Krankenhaus

Freddie ist ein Freund der Familie. Ein robuster Typ mit einer Neigung zur Korpulenz, bärbeißig, Doppelkinn, Dreitagebart. Er wuchs mit meinem Vater auf, ging mit ihm auf den Bolzplatz, zum Zelten und Trinken, später zum Wandern und Trinken und mittlerweile zum Kegeln und Trinken - jeden zweiten Freitag im Kolpinghaus.

Freddie sitzt der Schalk im Nacken. Er hat immer einen guten Witz auf Lager, kennt in der Stadt Hans und Kranz, jedes Gerücht und jedes Döneken. Im wirklichen Leben verkauft er kleine, asiatische Autos von mäßiger Qualität - nichts könnte besser zu ihm passen. Denn er verkauft sie, wie er sich selbst verkauft: im Bewusstsein um ihre kleinen Mängel preist er sie mit so viel Herzenswärme an, dass niemand widerstehen kann.

Seit vorgestern aber hat Freddie eine Thrombose. Das war nicht leicht festzustellen; Freddie hat keinen Hausarzt. Seit 25 Jahren hat ihn niemand untersucht, warum auch, er war ja nie krank, hatte höchstens mal einen Kater und ein bisschen Rücken. Als ihm plötzlich das Bein schmerzte, ging er zu Bosse, seinem Kumpel. Bosse ist Allgemeinarzt, Freddies Kumpel von der Volksschule, der Exfreund seiner Exfrau - und damit prädestiniert für eine Konsultation unter Freunden.

Bosse erkennt sofort den Ernst der Lage und schickt Freddie direktemang ins Krankenhaus - ein Ort, den Freddie noch nie betreten hat. Nicht mal seine Eltern musste er jemals dort besuchen; vom Hospital sahen beide, nachdem ein Infarkt sie wie ein Blitz erschlagen hat, nur die Pathologie - und dort musste Freddie ihnen keinen Obstkorb und kein Edelkirsch mehr vorbeibringen.

Nun liegt Freddie also im Krankenhaus und kriegt alle Untersuchungen, die er in den vergangenen 25 Jahren verpasst hat. Er wird den Ort als kranker Mann verlassen: Leberwerte, Cholesterin, Bluthochdruck - um Freddies Schwächen zu diagnostizieren, braucht niemand eine Blutprobe.

Seine Frau allerdings ist gottfroh, dass die Ärzteschaft sich seiner annimmt. Nur eines wundert sie: "Im Kopp hamse bislang nix gefunden!"

Dienstag, 17. November 2009

Durchsagen, die man nicht hören möchte

"Wegen einer Betriebsstörung verzögert sich unsere Weiterfahrt auf unbestimmte Zeit."

Und das, wo es in den neuen S-Bahnen jetzt keine Toiletten mehr gibt. Wie gut, dass ich mental so gut drauf war. Reine Willenskraft.

Kaffeeklatsch

Diesen Wunschzettel unterschreibe...
Diesen Wunschzettel unterschreibe ich sofort. In allen...
Ansku (Gast) - 27. Nov, 22:51
So gesehen - beides.
So gesehen - beides.
virtualmono - 27. Nov, 22:47
Sagen wir: Wenn ich bei...
Sagen wir: Wenn ich bei 22 Grad in meiner Suite mit...
nessy - 27. Nov, 22:46
Kurz weiße Bäume? Mmmh...
Kurz weiße Bäume? Mmmh .... okay. Aber...
nessy - 27. Nov, 22:43
Jetzt sagen Sie bloß...
Jetzt sagen Sie bloß nicht, dass es nur woanders...
nessy - 27. Nov, 22:41

Keks dazu

T9
Aktuellstes, dem Telefonino beigebrachtes Wort: schnorcheln

Mood

Kundschaft

Kaffeemühle

 

Pächter

Im Geschäft seit 1423 Tagen.
Letzte Bestellung: 27. Nov, 22:51

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