Dienstag, 11. September 2007

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Ende dieses Monats findet in Herrn Nessys Firma wieder ein Quartalsessen statt. Quartalsessen sind Zusammenkünfte gelangweilter Offiziere mit ihrem Bataillonskommandeur zwecks Selbstbeweihräucherung und gleichzeitiger Zusichnahme feiner Speisen. Die Anwesenheit der lieben Gattin wird stets gerne gesehen. Man möchte fast sagen: Je öfter die Angetraute auf dererlei Veranstaltungen zugegen ist und je devoter sie dabei zu den ordensgeschmückten Herren aufblickt, desto förderlicher wirkt sich das Mahl auf die Karriere des Partners aus.

Weil das so ist, bin ich während des Quartalsessens stets bemüht, das herzigste und unbedarfteste Wesen im ganzen Raum zu sein. Das Signal, das davon ausgeht: Die Ehefrau, die bewundernd zu ihrem Mann aufblickt, unterwirft sich nicht nur ihm, sondern auch dem Unbill, das seine Tätigkeit beim Verein mit sich bringt. Ergo: Der Gemahl gehört der Firma.

Die wichtigsten Regeln eines Quartalsessens sind deshalb:
  • Die gereichten Speisen sind außerordentlich köstlich.
  • Alle essen erst, wenn der Kommandeur isst.
  • Weil der Kommandeur zunächst viel redet, empfiehlt es sich, auf der Fahrt zur Veranstaltung ein belegtes Brot zu sich zu nehmen.
  • Nach der Vorsuppe kommt erstmal lange nichts, abgesehen von vielen wichtigen Worten über das Wohl und Wehe des deutschen Heeres, angefangen bei der Erfindung der Panzerhaubitze.
  • Über den Tisch hüpfende Salat-Croutinos dürfen nicht mit einem beherzten Stoß der Gabel eingefangen, sondern müssen vielmehr ignoriert werden.
  • Das emaillierte Bataillonswappen, das der Gatte geschenkt bekommt, ist total sexy und bekommt deshalb einen Ehrenplatz im Keller über dem ehelichen Federbett.
  • Je blöder eine Frau tut, desto mehr erfährt sie über den Charakter der anwesenden Hohen Herren.
  • Je mehr sie über den Charakter der anwesenden Hohen Herren erfährt, desto mehr hilft es ihrem Mann, sich dieses Wissen zunutze zu machen.
  • Blond ist in diesem Zusammenhang nicht hinderlich.
  • Alles ist ein Spiel.
Beim nächsten Mal gibt es übrigens Rehrücken. Ob es sich dabei um das seit Wochen durch die Kaserne hüpfende Wild handelt, dessetwegen eigens ein Förster einbestellt wurde, ist bislang nicht geklärt.

Kaffeeklatsch

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ich hab mich gerade weggeschmissen vor lachen!! ich...
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jepp, so sieht es aus. aber ehrlich, ist eigentlich...
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Manchmal bin ich ganz froh, dass ich kein Auto besitze.
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