Übers Geld
Je älter er werde, sagt er, desto schöner und angenehmer empfinde er die Gesellschaft von gutem Geld.
Dass Geld zu haben per se kein unangenehmer Zustand ist - geschenkt. Auch mir geht es so: Je älter ich werde, desto erfreulicher empfinde ich finanzielle Sicherheit; sie ist der Ersatz für die schwindende Möglichkeit, immer neue Wege zu gehen. Schöne Sache.
Schön auch, dass ich in den Urlaub fahren kann. Dass ich mir eine Hose kaufe, ohne nachrechnen zu müssen, ob ich sie mir diesen Monat leisten kann. Dass ich statt in den Lidl in den Edeka gehe und mir dort den scheißteuren Streichkäse mit eingearbeiteten Walnüssen kaufe, weil ich grad Bock drauf habe. Das ist super. Das ist Luxus.
Aber ist es das, was mein Glück ausmacht? Was mein Herz füllt?
Ich verdiene Geld, um davon zu leben. Auch, um kommod davon zu leben. Ich brauche ein Mindestmaß an Geld, um im Gleichgewicht zu leben. Armut und Unsicherheit machen krank.
Aber ich verdiene kein Geld, um Geld zu besitzen. Ich strebe nicht danach, immer mehr Geld zu verdienen, um immer mehr zu besitzen. Um mir immer mehr Dinge zu kaufen - nur um sie zu haben. Denn dadurch, dass ich mehr besitze, werde ich nicht reicher.
Es gibt auch kein "gutes Geld". Genauso, wie es kein schlechtes Geld gibt. Geld ist ein potjomkinsches Dorf; durch einen goldenen Anstrich wird ein Haus nicht wohnlicher.
Dass Geld zu haben per se kein unangenehmer Zustand ist - geschenkt. Auch mir geht es so: Je älter ich werde, desto erfreulicher empfinde ich finanzielle Sicherheit; sie ist der Ersatz für die schwindende Möglichkeit, immer neue Wege zu gehen. Schöne Sache.
Schön auch, dass ich in den Urlaub fahren kann. Dass ich mir eine Hose kaufe, ohne nachrechnen zu müssen, ob ich sie mir diesen Monat leisten kann. Dass ich statt in den Lidl in den Edeka gehe und mir dort den scheißteuren Streichkäse mit eingearbeiteten Walnüssen kaufe, weil ich grad Bock drauf habe. Das ist super. Das ist Luxus.
Aber ist es das, was mein Glück ausmacht? Was mein Herz füllt?
Ich verdiene Geld, um davon zu leben. Auch, um kommod davon zu leben. Ich brauche ein Mindestmaß an Geld, um im Gleichgewicht zu leben. Armut und Unsicherheit machen krank.
Aber ich verdiene kein Geld, um Geld zu besitzen. Ich strebe nicht danach, immer mehr Geld zu verdienen, um immer mehr zu besitzen. Um mir immer mehr Dinge zu kaufen - nur um sie zu haben. Denn dadurch, dass ich mehr besitze, werde ich nicht reicher.
Es gibt auch kein "gutes Geld". Genauso, wie es kein schlechtes Geld gibt. Geld ist ein potjomkinsches Dorf; durch einen goldenen Anstrich wird ein Haus nicht wohnlicher.
nessy - 12. Mai, 22:18