Kaffeefahrt in die Attributionspsychologie
Heute gibt es ohne besonderen Anlass einen Ausflug in die Attributionspsychologie. In die Systematik, wie die Menschen das, was ihnen widerfährt, begründen. Also ab in den Bus und anschnallen. Los geht's.
Damals, im Bus, auf Klassenfahrt, gab's ja immer die Hintensitzer. Die saßen hinten, weil sie sich cool fanden. Und warum fanden sie das? Weil die Mädels ihnen schöne Augen gemacht haben. Gedankengang: Die Perle will knutschen, ich bin ein geiler Macker. Internal und stabil attribuiert. Ein geiler Macker ist man entweder, oder man ist es nicht. Aber wenn man's ist, dann für immer und ewig. Vielleicht dachten sie auch, dass die cool wären, weil sie toll Fußball spielen können. Also, einmal angestrengt und fett Tore geschossen: Ich bin ein Typ, der's echt drauf hat, wenn er nur will. Internal und instabil attribuiert. Die ganzen krassen Hintensitzer waren aber leider nicht so die Checker im Unterricht. Manche waren einfach zu bekifft. Einige sagten sich nach jeder Klassenarbeit: "Ey, Aufgabe war voll schwer. Haben wir gar nicht durchgenommen vorher! War nicht meine Schuld!" External und stabil attribuiert. Andere sagten sich einfach: "Hab isch voll Pesch gehabt, Alta." External und instabil attribuiert.
Und die Moral von der Geschicht'? Keine. Oder doch. Es gibt gute Arten, den Ereignissen dieser Welt Gründe zuzuschreiben, und schlechte. Am erfolgreichsten sind diejenigen Menschen, die überzeugt sind, dass sie Einfluss auf ihr Leben haben. Und diejenigen, die meinen, sie wären ohnehin tolle Typen. Ist so. Also immer schön internal attribuieren und an sich selbst glauben.
Ende der Kaffeefahrt. Alle aussteigen.
Damals, im Bus, auf Klassenfahrt, gab's ja immer die Hintensitzer. Die saßen hinten, weil sie sich cool fanden. Und warum fanden sie das? Weil die Mädels ihnen schöne Augen gemacht haben. Gedankengang: Die Perle will knutschen, ich bin ein geiler Macker. Internal und stabil attribuiert. Ein geiler Macker ist man entweder, oder man ist es nicht. Aber wenn man's ist, dann für immer und ewig. Vielleicht dachten sie auch, dass die cool wären, weil sie toll Fußball spielen können. Also, einmal angestrengt und fett Tore geschossen: Ich bin ein Typ, der's echt drauf hat, wenn er nur will. Internal und instabil attribuiert. Die ganzen krassen Hintensitzer waren aber leider nicht so die Checker im Unterricht. Manche waren einfach zu bekifft. Einige sagten sich nach jeder Klassenarbeit: "Ey, Aufgabe war voll schwer. Haben wir gar nicht durchgenommen vorher! War nicht meine Schuld!" External und stabil attribuiert. Andere sagten sich einfach: "Hab isch voll Pesch gehabt, Alta." External und instabil attribuiert.
Und die Moral von der Geschicht'? Keine. Oder doch. Es gibt gute Arten, den Ereignissen dieser Welt Gründe zuzuschreiben, und schlechte. Am erfolgreichsten sind diejenigen Menschen, die überzeugt sind, dass sie Einfluss auf ihr Leben haben. Und diejenigen, die meinen, sie wären ohnehin tolle Typen. Ist so. Also immer schön internal attribuieren und an sich selbst glauben.
Ende der Kaffeefahrt. Alle aussteigen.
nessy - 8. Jul, 01:17
