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Ein ebenso schöner wie schauriger Text. Schön geschrieben, schön der kleine Lichtblick im tristen Grau, schaurig die Zeit im Grau. Auch in Düsseldorf stelle ich fast täglich fest, dass hier ganz viele Männer mit Geigen fehlen - obwohl man den Männern mit den Geigen nicht vorwerfen kann, dass die fehlen; die Vorwürfe gehen an andere.

Als langjährige Bewohnerin eines nördlichen Düsseldorfer Problemstadtteils kann ich das bestätigen.

Haltestelle 701, Mutter und Sohn stehen vor dem Häuschen. Sohn betrachtet interessiert die Schienen und fragt nach einer Weile mit Blick nach oben zu ihr: "Mama, wie stellt der Schaffner eigentlich die Weichen um?" Mama: "Halt die Fresse."

Ja, es ist nur ein Beispiel von vielen.

Traurigerweise ist das immerhin schon als Kommunikation zu werten. Noch schlimmer sind die Mütter, die ihr Kind überhaupt nicht wahrzunehmen scheinen. Wie ein Fremdobjekt kreiselt das kleine um den Elternteil herum, während letzteres demonstratives Desinteresse zeigt.
Man mag sich gar nicht vorstellen, wohin dieser Teufelskreis (wie man es gelernt hat, so gibt man es selbst weiter) noch führt.

Parallelgesellschaften.

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