Kurzschluss 2 :: Einsamkeit
Einmal im Monat schreiben eine Handvoll Blogger etwas zu einem Schlagwort. Die Idee stammt von Basti und nennt sich "Kurzschluss". In dieser Ausgabe geht es um Einsamkeit.


Die Herausforderung, über Einsamkeit zu schreiben, beginnt damit zu ergründen, was Einsamkeit ist. Vieles fällt mir ein, wenn ich an Einsamkeit denke - allerdings erst, nachdem ich eine Weile in der Stille, der Freundin der Einsamkeit, dagesessen und meine Ideen auf einem Blatt Papier gesammelt habe.
Einsamkeit, denke ich zuerst und erinnere mich an eine Zeit in meinem Leben, in der Schweigen und Verlassensein meine Empfindungen prägten - Einsamkeit reibt an der Seele, bis sie sich auflöst. Das schwarze Loch, das Schatten wirft und Stille schafft, das alle Gefühle verschluckt - es frisst auf, was es findet und lässt nichts als pulsierende Leere zurück. Einsamkeit, obwohl unsichtbar und lautlos, ist ein Vulkanausbruch auf einem eisbedeckten Eiland: Sie brodelt unter der Oberfläche, ein latenter Schmerz, und erst, wenn du dir ihrer Gegenwart bewusst wirst, stößt sie in einer wilden Eruption zu, die das Innere nach Außen kehrt, die die feste Hülle äußeren Scheins zum Schmelzen bringt, die über dich hinweg rollt und alles, was blüht, mit zäher Vehemez erstickt.
Was bleibt, ist Lähmung.
Doch wie vieles, das zerstört, gebiert auch die Einsamkeit neues Leben. Dort, wo das Verlassensein den Boden für Vertrauen verbrannte, wächst auf dem Rücken der Verwüstung neue Kraft. Robust und ausdauernd entstehen neue Empfindungen und bereichern den Charakter.
Wer einmal an Einsamkeit gewachsen ist, sucht das Alleinsein immer wieder. Er hat gelernt, sich selbst ein Freund zu sein.
Weitere "Kurzschluss"-Beiträge zur Einsamkeit bei:
Einsamkeit, denke ich zuerst und erinnere mich an eine Zeit in meinem Leben, in der Schweigen und Verlassensein meine Empfindungen prägten - Einsamkeit reibt an der Seele, bis sie sich auflöst. Das schwarze Loch, das Schatten wirft und Stille schafft, das alle Gefühle verschluckt - es frisst auf, was es findet und lässt nichts als pulsierende Leere zurück. Einsamkeit, obwohl unsichtbar und lautlos, ist ein Vulkanausbruch auf einem eisbedeckten Eiland: Sie brodelt unter der Oberfläche, ein latenter Schmerz, und erst, wenn du dir ihrer Gegenwart bewusst wirst, stößt sie in einer wilden Eruption zu, die das Innere nach Außen kehrt, die die feste Hülle äußeren Scheins zum Schmelzen bringt, die über dich hinweg rollt und alles, was blüht, mit zäher Vehemez erstickt.
Was bleibt, ist Lähmung.
Doch wie vieles, das zerstört, gebiert auch die Einsamkeit neues Leben. Dort, wo das Verlassensein den Boden für Vertrauen verbrannte, wächst auf dem Rücken der Verwüstung neue Kraft. Robust und ausdauernd entstehen neue Empfindungen und bereichern den Charakter.
Wer einmal an Einsamkeit gewachsen ist, sucht das Alleinsein immer wieder. Er hat gelernt, sich selbst ein Freund zu sein.
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nessy - 30. Jul, 10:00
ein sahnestück
(wenn mein rücken verbrann ist, wächst da immer nur schorf...)