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Selbstreflexion, Abt. Multikulti

Beim Kaffeeröster vor mir in der Schlange: eine junge Muslima, langer Mantel, schwarzes Kopftuch. Kein Haar ist zu sehen. Stecknadeln halten das Tuch tief in der Stirn.

Ihr Handy piept - SMS-Signal. Sie klappt es auf. Über ihre Schulter hinweg bemerke ich: Das Hintergrundbild zeigt die Kaaba während der Haddsch in Mekka. Sie öffnet die Nachricht, eine Mitteilung auf Türkisch. Ich schaue weg, möchte nicht in ihre Privatssphäre eindringen, auch wenn ich ihre Sprache nicht verstehe. Sie antwortet. Dann wieder Mekka. Sie steckt das Handy weg und bestellt ihren Kaffee - auf Deutsch.

Ich stehe dahinter und sinniere: Was genau ist es, das meine plötzliche Antipathie verursacht? Das strenge Kopftuch? Die Kommunikation auf Türkisch?

Es ist das Hintergrundbild. Die Platzierung religiöser Symbolik auf einem Alltagsgegenstand - und damit die (wenn auch subtile, so aber doch öffentliche) Demonstration der Privatsache Glaube, die Konfrontation Dritter mit persönlichen Werten. Es ist die mir aufgezwungene Auseinandersetzung mit religiösem Eifer. Es ist das Missionarische, das der Sache innewohnt - und sei es von der Urheberin nicht gewollt.

Aber da ist noch etwas anderes. Was, wenn es christliche Symbolik gewesen wäre? "Spinnerei", hätte ich gedacht. Tatsächlich aber ist "Fanatismus" das Wort, das ich assoziiere.

Haben sie übrigens schonmal gesehen, dass der akkurate gerade, etwas abstehende Schleier von Türkinnen an der Stirn durch einen transparenten Plastikstreifen gehalten wird?

aaimai (Gast)

Und haben Sie schon mal gesehen daß deutsche Frauen gerne Röcke tragen die so kurz sind daß man beim Bücken (viel Privatsache und) einmal quer durch zum Mund wieder rausgucken kann? Und daß deutsche Frauen gerne Ausschnitte tragen die es sogar mir (ich bin eine Frau und nicht Muslimin) schwerfällt dran vorbeizugucken?
Bin grad am überlegen was mir lieber ist...

@Blogolade: Habe ich schon bemerkt. Ich finde allerdings, man könnte die Kopftücher auch etwas modischer gestalten. Das wäre sicherlich ein lukrativer Markt.

@Aaimai: Ich kenne nur die "Bauchfrei bis minus 20 Grad"-Abteilung.

Hier in unserer Stadt sind die Bauchfrei bis minus 20° Engländerinnen. Dazu barfuß in Pumps.

@AAIMAI: Mein Kommentar ist keinesfalls Kritik am Kopftuch, vielmehr Erstaunen, weil ich wirklich immer dachte, dass die das irgendwie akkurat falten/legen/wasauchimmer, dass das bei allen Frauen annähernd gleich sitzt. Niemals im Leben hätte ich vermutet, dass die Frauen mit Hilfsmitteln arbeiten.

Diese Bauchfrei und Nierenkrankmädels aller Nationen sehe ich auch immer wieder. Kopfschüttelnd mummele ich mich dann in meinen Wintermantel und gehe weiter
ich (Gast)

@aaimai : Da weiß ich aber ganz genau, ws mir lieber ist.

Und ja, ich halte die "Jesusfreaks"-Uniform (schweinsdarmdicker Zopf, Dicker Rock aus kratzendem Stoff, Taizékreuz) für genauso unangenehm wie die Türkenuniform. In einem säkularisierten Staat nicht angenehm.

(Im übrigen trifft das für mich auf *jede* Form der Uniform zu, also auch der der professionellen Schlammrobber)

Nun mag ich nicht über Uniformen und die Sinnhaftigkeit ihrer Funktion, Uniformität und sofortige Identifikation herzustellen, diskutieren. Und "Türkenuniform" scheint mir auch kein neutraler Ausdruck - zumal von einem anonymen Kommentator.

Das eigentliche Unverständnis meiner eigenen Empfindungen liegt ja darin, dass ich Jesusfreaks zwar auch nervig finde, sie mir kulturell aber dennoch näher sind und weniger bedrohlich wirken. Wobei "bedrohlich" in der Tat - leider und rational unerklärbar - das passende Wort scheint, die spontane Gefühlsregung zu beschreiben.

Ich wusste gar nicht das wir in einem säkularisierten Staat leben. Ich dachte immer die christlichen Grundwerte seien wissent- und willentlich in unsere Demokratie eingebaut worden. Und dann gibt es da ja noch den Lateranstaatsvertrag und Reliunterricht an Schulen und die Kirchensteuereintreibung durch den Staat ...

Säkularisiert klingt das nicht. Wobei ich sofort dafür wäre Kirche und Staat komplett zu entkoppeln. Hauptsächlich weil ich glaube das Kirche und Staat davon profitieren würde.

Was die Säkularisierung angeht, habe ich bislang noch keine ausreichend fundierte Meinung entwickeln können. Als Gefühlsmensch sage ich jedoch, dass - unabhängig davon, wie man zur Kirche als Institution steht - die christlichen Werte durchaus ihren Platz in unserer Kultur und Gesellschaft haben. Das kann sich meines Erachtens auch ruhig in öffentlichen Schriften und Einrichtungen widerspiegeln. Eine Bekenntnis zu einer christlichen Grundhaltung impliziert ja nicht zwangsläufig die Herabsetzung anderer Glaubensgemeinschaften.

"Jesusfreaks" sind eine eigene Kategorie unter den Christen, die haben allerdings nen ganz anderen Klamottenstil, nämlich etwas angeranzt und secondhandmäßig. Ja, und ne eigene Bibel haben die mittlerweile auch: "Volxbibel" nennt sie sich.

Tja, die (christlich) Frommen gehen auch mit der Zeit!
ich (Gast)

Hm, der Begriff "Türkenuniform" sollte keinesfalls als ausländerfeindlich rüberkommen, das nur dazu. Sorry, falls das missverständlich war.

Auf mich wirken *alle* "missionierenden" Uniformen bedrohlich, auch die habenSieschonmalüberGottnachgedacht-Uniformen. Die sind mir nicht wirklich näher, weil die ja nun auch in ihrer "Sekte" leben.
Gianna_A

Die Diskussion darüber, wie störend jegliche Formen der Ausübung und Sichtbarmachung des Glaubens sind, möchte ich, als nicht-religiöser, aber mit Menschenverstand gesegneter (*haha*) Mensch, gerne mit dem Artikel 4 des Grundgesetzes beantworten: "Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletztlich."
Lesen Sie es nach...

Die Sinnhaftigkeit des Grundgesetzartikels wurde nie bestritten. Es geht um die emotionale Wahrnehmung und dass sie manchmal nicht konform geht mit der intellektuellen - ohne dass man es kognitiv steuern kann.

uiuiui, ganz heisses eisen. verbrennt man sich schnell die finger dran. findet ja alles in dem spannungsfeld privatsphäre - öffentlichkeit - fanatismus - glauben statt. dazu symbolik, evtl. geprägte sozialisierung des betrachters und ureigenste assoziationen mit bestimmten bildern.
objektiv gibt es keinen unterschied zwischen der kaaba und dem petersdom, zwischen der haddsch und dem run auf santiago de compostela. subjektiv sehr wohl, weil wir eben den christlichen blick haben, den 9/11-blick. wie kompliziert erst, wenn wir den jüdischen blick hätten, oder den shiitisch wahlweise sunnitischen. oder den kurdischen. oder gar den atheistischen.

Natürlich verbrennt man sich schnell die Finger daran. Aber ist es dann der richtige Weg, gar nicht darüber zu reden?

Ich denke, wenn es einen Willen zum Hinterfragen eigener kultureller Denkmuster und Vorurteile gibt, sollte es doch möglich sein, eine gesunde Diskussion zu führen.

weder kann man mit moslems noch mit den zeugen jehovas eine "gesunde" diskussion führen, das totschlagargument ist immer, "das steht in der bibel, vers soundso" oder " das steht im koran".
ich hatte das früher immer versucht, keine chance!

Dem muss ich doppelt widersprechen. Zum Einen habe ich andere Erfahrungen gemacht. Zum Anderen geht es ja in einer Diskussion nicht zwingend darum, am Ende eine gemeinsame Meinung zu haben. Sondern sich auszutauschen und den Standpunkt des anderen zu verstehen, ohne ihn für sich selbst annehmen zu müssen.

Mit den Zeugen Jehovas kann man hervorragend diskutieren. Meine Mutter lud sie früher immer ein, wenn sie Zeit hatte, um uns Kindern beizubringen, wie man eine Disskussion führt.
Oftmals blieben sie mehrere Stunden und nicht selten kamen sie den nächsten Tag mit weiteren Argumenten wieder - selbst wenn sie wussten, daß sie uns kaum überzeugen können.

@Nessy: in meinem Familienkreis gibt es eine Frau, die sich den ZJ zugehörig fühlt. Dadurch habe ich vielleicht etwas mehr mitbekommen als das, was man so gemeinhin über sie liest. Und seitdem steht für mich fest, daß ich mich mit dieser Frau nicht austauschen und erst recht nicht ihre Standpunkte verstehen möchte. Ja, ich stehe zu meiner Intoleranz, so es denn eine sein sollte. Aber wenn Kinder in sowas reingezogen werden (im negativen Sinne), hört bei mir jegliches Verständnis auf.

Ich glaub es gibt solche und solche. Es gibt nette Zeugen Jehovas und echte Nervls, sowie bei den Katholiken, Juden, Protestanten, Rauchern, Informatikern und Callcentermitarbeitern auch. Menschen halt.

Man kann mit erstaunlich vielen Menschen, denen man dies vorher nicht zugetraut hätte, vernünftig reden.

Eine der vernünftigsten und interessantesten Unterhaltungen, die ich je geführt hatte war mit einem Scientology-Mitglied. Da hatte ich vorher nicht mit gerechnet.

Meine persönlichen Erfahrungen mit Zeugen Jehovas erschöpfen sich in einer kindlichen Brieffreundschaft mit einer Zeugin, deren Eltern ihr irgendwann den Kontakt mit mir verboten.

Tjaaa... ich mach da nicht allzuviele Unterschiede. Sobald mir eine Religion aufgedrängt wird, fühle ich mich genervt. In sämtlichen Hotels liegt ein Neues Testament - nervt mich. Ein ganz normales Buch wäre mir lieber. Was derjenige für Bilder mit sich rumschleppt (auch im Handy) oder wie sich jemand anzieht, ist mir egal. Mich interessiert vielmehr, ob derjenige sich damit wohl fühlt. Und ob ich mich mit der Person vernünftig unterhalten kann. Vernünftig im Hinblick auf die Sprache und den Inhalt des Gesprächs.

Dazu hatte ich mal ein recht erhellendes Gespräch mit zwei muslimischen Mädels aus Afrika, die sich beide stark verhüllten und dies freiwillig taten.

Ich seh das Aufzwingen ehrlich gesagt nicht. Es ist ein Hintergrundbild, nicht etwas das plakativ für alle sichtbar getragen wird. Wahrscheinlich sehen das sogar weniger als wenn jemand ein Kettchen mit einem Kreuz um den Hals trägt.

Deshalb ja meine Verwunderung über meine eigene, spontane Gefühlsreaktion - und die Suche nach einer Erklärung.

Ich gehe mit diesem Kommentar mal weg vom religiösen heißen Eisen und beziehe das auf mehr oder weniger alles Private, das so öffentlich zur Schau getragen wird: Ich komme damit ebenso schlecht zurecht. Da ist das Handy-Hintergrundbildchen eigentlich noch harmlos.
Mein junger Kollege besitzt eine Kaffeetasse mit einem Foto von sich und seiner Freundin in inniger Umarmung und ich bekomme jedes Mal ein komisches Gefühl im Magen wenn ich das sehe, weil ich weiß, dass ich ein Problem damit hätte, dass mich jemand auf einer Kaffeetasse durch die Gegend trägt.
Mal davon abgesehen gibt es einfach Dinge, die ich von mehr oder weniger fremden Menschen nicht wissen möchte.

Sie haben Recht. Und doch gibt es im geschilderten Fall eine unabhängige Variable - die des Fremden. Sie gibt ein andere "Geschmäckle" rein. Aber vielleicht meint man es auch nur - aus einer unangemessenen Sensibilität für das Thema heraus.

Das Bild auf dem Handy ist aber doch sicher auch Privatspäre, oder? Deswegen hast du ja extra weggeschaut.

Aus deinen Reflexionen entnehme ich, daß du dich mit der Präsenz christlicher Symbolik noch eher abfinden könntest als mit der von islamischer Symbolik. Das geht mir auch so, untertrieben gesprochen.

Das hängt wohl mit der eigenen Sozialisation zusammen, die man - aller Vorbehalte zum Trotz - immer angenehmer findet als alle Alternativen, auch wenn wir ihnen mit einem noch so offenen Herzen begegnen. Und das ist für sich genommen ja auch erstmal nichts Schlechtes.
aaimai (Gast)

Das Fremdes erstmal bedrohlich wirkt ist normal, gesundes Mißtrauen ist ja auch ok. Allerdings bekommen wir ja durch die Medien noch zusätzlich suggeriert wer besonders bedrohlich ist und wie unser Feindbild auszusehen hat – und dem kann man sich kaum entziehen. Selbst dann nicht wenn man (wie ich beruflich) häufiger in anderen Ländern unterwegs ist in denen alle so anders herumlaufen es aber garnicht sind. Ich halte Ihre Sensibilität nicht für unangemessen – ist doch viel besser wenn man selbst merkt was man denkt/fühlt , sich Gedanken drüber macht und diskutiert

Reisen bildet nicht nur, es relativiert auch und schafft Gelassenheit.

Sie haben Recht: Das, was anders scheint, trägt oft nur einen unbekannten Anstrich. Die Wünsche und Bedürfnisse sind die gleichen. Sie kleiden sich nur anders.

Ich

schliesse mich da Aaimai an. Die Frage, die ich mir stelle, Frasu Nessy, ist: Was, wenn die Handybesitzerin sich gar nicht bewusst ist, anders zu denken? Denn schliesslich wurde sie von Kindesbeinen an in ihrem Glauben erzogen. Sie hat ihn inkorporiert, so wie wir inkorporieren, dass man Regenwuermer nicht isst. Und wir denken darueber nicht nach, sie ebnso nicht. Es ist ein Teil des Lebens, der nicht reflektiert wird. Eine Reflektion ueber den Glauben findet doch eigentlich nur in der christlichen Welt statt, indem man sich davon distanziert, weil man die Moeglichkeit dazu hat. Alternativen. Seien das nun andere "Akzente" des Glaubens (katholisch, evangelisch, freichristlich...), Atheismus, Buddhismus, was auch immer. Wir koennen es uns leisten, unseren Glauben in Frage zu stellen, weil wir Alternativen angeboten bekommen. Und daher auch solche Gedanken wie Sie, Frau Nessy, denken. Eine Muslima, deren Glaube der einzige ist, ohne Alternative, eben aus der Geschichte heraus, wird kaum den Antrieb spueren, darueber nachzudenken. (Das sind jetzt alles wilde Vermutungen meinerseits). Und so ist eben das Bild Teil ihres Lebens, ihrer Kultur, der nicht hinterfragt wird.

Regenwurmgulasch gefaellig?

Mir würde es genauso gehen wie dir. Die Frage, die ich mir stelle ist, warum reagiere ich so negativ auf ein Handydisplay, aber nicht negativ darauf, dass jemand eine Halskette mit Kreuzanhänger oder Marienbild trägt?
Ich bemühe mich sehr, "Andersdenkende" (ich finde im Moment kein besseres Wort dafür) zu akzeptieren und zu respektieren, mit allen Traditionen und Werten, die sie haben. Es fällt mir dennoch wahnsinnig schwer, obwohl ich in Diskussionen ihr glühendster Verteidiger bin. Erziehung? Nein, bei uns zu Haus hat nie jemand gesagt, Ausländer seien schlechte Menschen. Was ist es, das mir solche Angst macht, dass ich ihnen nach wie vor nicht neutral gegenüber stehen kann? Ich weiss es nicht.

Mit dem Dasein als Ausländer hat es wohl weniger zu tun, denn eingewanderten Briten, Schweizern, Österreichern oder Franzosen ist man ja in dem Fall emotional anders zugetan als morgenändischen Volksvertretern.

Das ist ja schon spannend. Wenn es ein christliches Motiv gewesen wäre, dann "Spinnerei" und bei einem islamischen Motiv "Fanatismus". Mir geht das ja instinktiv ähnlich.

Ich bin mir sicher, daß wir inzwischen durch die Medien und die permanente Beschallung mit der Bedrohung aus den extremistischen Kreisen des Islams, ein wenig auf "Vorurteil" programmiert sind.

Und wahrscheinlich tun wir damit tausenden von fürchterlich netten Moslems moralisch unrecht. Und trotzdem habe ich das Gefühl den letzten Satz nur geschrieben zu haben, um zu zeigen was für ein aufgeklärter Gutmensch ich bin.

Manchmal bräuchten selbst unsere Selbstreflektionen nochmal Selbstreflektionen.

die inquisition und die kreuzzüge sind nun mal eine weile her. die christliche religion ist mittlerweile zahnloser geworden. (ich sah vor einem halben jahr in budapest tatsächlich auf dem handydisplay eines schwärmerischen jungen mannes eine mutter gottes.)
bei der in schwarz gewandeten jungen dame hätte ich die assoziation fanatismus nicht einmal gehabt. sondern eher den gedanken: armes angepaßtes mädchen. in fünf jahren hast du fünf kinder und dein angetrauter cousin eine geliebte.
ich habe den fanatismusgedanken - mitten in kreuzberg so36 arbeitend - eher bei den jungen männern, die sich regelmäßig an der dönerbude drei ecken weiter treffen und mit kaftan, mützchen und langem bart daherkommen. vor allem, weil offenkundig einige deutsche dabei sind.

was das outfit angeht, so sind bei uns in der straßen die schärfsten mädchen die 15jährigen kopftuchtürkinnen. enge hosen, kurzes röckchen drüber, enges, aber langärmeliges und hochgeschlossenes shirt, fetter push-up-bh und ein kurzes pelzjäckchen. dazu ein oder zwei pinkfarbene kopftücher und jede menge schminke. die sehn hamma aus und wissen das auch.
da kackt jede pummelige deutsche im minirock voll ab dagegen.

Spannend, der Spagat zwischen den Kulturen, den eigenen und familiären Ansprüchen und denen der peer group.

Ich bin auch immer wieder überrascht wie schnell man eine klischeehafte Assoziation im Kopf hat, wie viele es davon gibt und dass sie - erstaunlicherweise - leider oft zutreffen.
Man will dieses Denken nicht haben, aber hat es doch oft - heimlich. Deshalb bin ich froh, dass sie es hier auch mal selbstkritisch zugeben.

Ich denke, nur, wenn wir uns unseren Vorurteilen stellen und unser Denken, Handeln und Fühlen reflektieren, können wir (Selbst-)Bewusstsein entwickeln. Als Individuum, als Gesellschaft und auch als Nation.

Das ist ein hochtrabender Anspruch. Aber besser ein Streben nach einem Ideal als gar kein Streben.

Ich denke, der Öffentliche Raum darf zu persönlichen Ausdruck, Missionierung, Meinungsumfrage, Wachturm, Kommerz und jeden anderen Kram genutzt werden. Das ganze findet da seine Grenze, wo es andere eben massiv stört. Will sagen: Wer mich auch dann noch missionieren will, obwohl ich ihm gesagt habe, er soll verschwinden, überschreitet eine rote Linie. Vorher aber hat das was mit Meinungsfreiheit und Selbstentfaltung zu tun, denke ich.

Anderseits muss auch jeder damit rechnen, resepektvoll (!) angesprochen zu werden, wenn er sich öffentlich bspw. durch ein Kopftuch, durch mangelnde Unterwäsche o.ä. exponiert. ;-)

Respekt ist der Grundstein der Liebe und so auch der Nächstenliebe, um hier mal im christlichen Duktus zu bleiben.

Zur Selbstentfaltung gehört ja auch die Religionsfreiheit, und ich glaube, hier herrscht großer Bedarf für einen gesellschaftlichen Diskurs: Wo die Religionsfreiheit beginnt, mag schnell festgelegt sein, wo sie endet, jedoch nicht - besonders nicht vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte.


Lourdes ... herrje, dann wird mein Handy nie wieder krank. Wie wunderbar!

Reflexion des Selbst

Wie wäre denn die Reflexion, wenn die junge Muslima den Kaffee auf Türkisch bestellt hätte?

Dann wäre ich überrascht und erfreut über die Fremdsprachenkenntnisse der Kaffee-Uschi hinter dem Tresen gewesen. Hätte ich cool gefunden.

Reflexion d.S.

Siehste...geht doch...

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Kaffeeklatsch

Nein.... Fahr vorsichtig....
Nein.... Fahr vorsichtig. Schlaf vernünftig. Arbeite...
Sina (Gast) - 10. Dez, 03:05
Ach wie süß,...
Ach wie süß, das nenne ich LIEBE!!! Und...
Ela (Gast) - 9. Dez, 20:14
Da sagst du was ich hab...
Da sagst du was ich hab gerade wieder ein päckchen...
Fiona (Gast) - 9. Dez, 20:13
Das ist Liebe. Die muss/darf/sollte...
Das ist Liebe. Die muss/darf/sollte man aushalten. Man...
Lo - 9. Dez, 18:00
Irgendwelche Vorteile...
Irgendwelche Vorteile muss es ja haben, einen Penis...
nessy - 9. Dez, 17:33

Keks dazu

T9
Aktuellstes, dem Telefonino beigebrachtes Wort: schnorcheln

Mood

Kundschaft

Kaffeemühle

 

Pächter

Im Geschäft seit 1435 Tagen.
Letzte Bestellung: 10. Dez, 03:05

Hinterzimmer
Ich brühe Ihnen gerne persönlich einen Kaffee auf: die.liebe.nessy [bei] gmail [punkt] com

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