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Demokratie ist, wenn man trotzdem wählt

Am Samstag kamen die Briefwahlunterlagen. Ende August ist in NRW Kommunalwahl.

So ein Kreuz will ja wohl überlegt sein. Deshalb habe ich mich mit den Parteien und den Kandidaten für den Oberbürgermeisterposten mal ausführlich befasst. Ein schlimmes Elend tut sich auf:

Bei CDU und SPD habe ich die Wahl zwischen einem 61-Jährigen, der aus der Not heraus Kandidat wurde, weil sich lange Zeit kein anderer fand. Er hat die vergangenen 30 Jahre in diversen politischen Ausschüssen verbracht. Davor war er kurzzeitig Lehrer.

Sein Gegner ist ein 54-jähriger Betriebsrat, der sich auf AWO-Sommerfesten und beim "Ferienspatz" darstellt. Bei seinen youtube-Videos lässt er den Ton ausblenden und sie stattdessen mit romantischer Musik untermalen. Das muss einen Grund haben.

Bei den Grünen sind zwei Frauen mit Doppelnamen und Strickpullovern an der Spitze. Unter dem Stichwort "Themen" heißt es auf der Homepage des Kreisverbandes "Die Seite befindet sich noch im Aufbau". Vielleicht fällt den Damen bis Ende des Monats ja noch etwas ein.

Der Spitzenkandidat der FDP bügelt auf abgeordnetenwatch.de Fragen derart arrogant ab, dass es mir die Zehennägel aufrollt.

Das Bürgerbündnis stellt immerhin ausführlich und geordnet da, was seine politischen Ziele sind.

Der Kreisverband der Linken nimmt sich direkt der Abrüstungspolitik an; und veröffentlicht auf seiner Homepage unter dem Stichwort "Arbeit" statt Informationen Bilder eines Schlagerbarden ("Gunter Gabriel war ebenfalls da und sang Lieder für die Betroffenen").

Sagen Sie jetzt bitte nicht, ich könne mich ja selbst engagieren, wenn mir das alles nicht passe. Das ändert am aktuellen Dilemma nämlich gar nichts.

Klingt

nach Buergerbuendnis. Was fordern die? Eingemeindung von Kuehlungsborn?

Einen Pendelbus an den Baggersee, regelmäßige Kaffeefahrten zur Kreissitzung des Ortsverbandes Kühlungsborn und einen Dienstwagen mit Chaffeur für alle Bürger.

Dann fiele mir das Kreuzchen leicht!
URi

Vielleicht wäre die Einführung der Monarchie eine (langfristige) Lösung des Dilemmas. Eure Durchlaucht Nessy (das wäre doch mal eine angemessene Anrede, oder?)

Ich würde noch in den ersten 100 Amtstagen ein Casting für meine königliche Leibgarde veranstalten.

Irgendwie...

...glaube ich, dass bei der Besetzung des Kommandeurpostens Nepotismus eine Rolle spielen wird...

...egal...Leibgarde klingt gut.

Das

Casting fuer die Leibgarde wie bei Mel Brooks?

Kenne ich nicht.

@Herr Mike: Subjektivismus wird der entscheidende Faktor sein. Ist das eine Bewerbung?

Dann

helfe ich Ihnen doch gerne mal.

Selbstverständlich

nicht. Bei mir zählen die inneren Werte, zum Beispiel die tiefe Bauchmuskulatur.

Ich bringe...

...exzellente Steherqualitäten mit - ich kann ungefähr 5 Stunden im Habacht stehen...

....also ja, fassen Sie dies als Bewerbung auf. Aber ich will eine tolle Uniform und ich will Weihnachtskekse als Gratifikation.

Fünf Stunden im Habacht - na, jetzt übertreiben Sie aber.

Die Uniform ist mehr so eine Art Trikotage. Schauen Sie einfach Leichtathletik-WM, dann wissen Sie, was ich meine.

Ok...

....vier Stunden und 15 Minuten waren das Maximum und da war noch ab und an die Bewegung "Hand zum Gruss" dabei....

...und Trikotagen klingt mir eher, als würden sie für die Gay-Pride casten....ich würde ja eher so in Richtung Queens Household gehen...

Wir schauen einfach, was Ihnen am besten steht. Vielleicht bekommen Sie auch die Coke-light-Uniform.

Dann bleibt nur das absolut sachliche Auswahlverfahren. Hast Du einen Dartpfeil zur Hand?

Ich arbeite ja eher mit dem Krümel-Orakel:

Muffin zur Hand nehmen, sich über den Wahlzettel beugen, beherzt reinbeißen - wo die dicksten Bröckchen landen, wird angekreuzt.

Alternativ könnte man es auch mal mit einem Berliner oder einen Döner probieren..

Die goldene M hat derzeit Gläser im Angebot, und aus einem Hamburger tropft aussagekräftiges Ketchup.

Wenn das keine Win-Win-Situation ist!

Du hast gerade den McVote erfunden :-)
Benedicta (Gast)

Die Idee des McVote finde ich klasse!
Wäre doch auch mal ne Idee: die Wahlbeteiligung steigern, indem die Wahllokale in den örtlichen Fastfoodlokalen platziert werden statt in den Grundschulen. Erstere findet man wenigstens :)

Oder Trinkhallen.

Da muss die Politik einfach näher ans Volk ran. Grundschulen! Wer hat denn heute noch Kinder! Mein Wahllokal ist im Altenheim. Das nenne ich demographischen Wandel.

Nessy for Bürgermeisterin!

Würdevoll winken kann ich schon.
//*übt stadtvätermütterliches Lächeln

Ich würde sagen....

...FDP - Überlegenheit wirkt von ... der Wählerebene oft wie Arroganz. Wenn er seine Gegner wie seine Wähler - also seine Freunde, wie seine Feinde - behandelt, dann hat das mindestens Unterhaltungswert.

Was ist denn...

... mit den Piraten? Oder ist die Kommunalpolitik denen zu popelig?

Kommunalpolitisch sind die hier nicht unterwegs.

Ich finde das irgendwie verkehrt - denn wenn sie nicht "an der Basis" anfangen Leute zu mobilisieren, dann wird das verdammt schwierig bei der Bundestagswahl...

Eine denkende Bürgerin mit Wahlambitionen ... klasse!

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Kaffeeklatsch

Oh, ist das schön! Vielleicht...
Oh, ist das schön! Vielleicht ist es dann noch...
nina (Gast) - 17. Dez, 15:55
So ähnlich
http://redders.wordpress.c om/2009/12/14/ich-wurd-sie -nie-hergeben/
Marco (Gast) - 17. Dez, 07:47
Sie könnten ja auch...
Sie könnten ja auch den Jetzigen behalten und...
nessy - 16. Dez, 11:41
Wunderschön! Ich...
Wunderschön! Ich möchte auch mal solche...
LeilaCouleur - 15. Dez, 23:45
Ich bin auch schon mehrfach...
Ich bin auch schon mehrfach anlässlich von Hamburgbesuchen...
lordfoltermord (Gast) - 15. Dez, 18:23

Keks dazu

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Aktuellstes, dem Telefonino beigebrachtes Wort: schnorcheln

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