"Damit war das Experiment aber nicht vorbei: Rund 14 Jahre später wurden dieselben Schüler erneut unter die Lupe genommen: Die Geduldigen waren zu selbstbewussten, sozial kompetenten Persönlichkeiten gereift, konnten mit Rückschlägen umgehen und waren in der Lage, eine Belohnung aufzuschieben, wenn es ihren Zielen diente. Die Sofortesser dagegen waren unsicherer, unentschlossener, neidischer, und schnitten auch – unabhängig von ihrer Intelligenz – in der Schule schlechter ab. Kurzum: Die Fähigkeit zum Gratifikationsverzicht oder besser gesagt -aufschub ist ein Kennzeichen starker Charaktere, es ist: emotionale Intelligenz. "
Als Erwachsener fragt man sich natürlich: Warum bleiben die Kinder sitzen und starren den Marshmallow an? Jeder von uns würde sich ablenken, was an die Tafel malen, im Raum umhergehen.
"Die Sofortesser dagegen waren unsicherer ... blablabla".
Eine gewagte und letztlich unhaltbare These. Nun - in den 14 Jahren dazwischen kann viel passiert sein, weshalb sie nun so geworden sind. Im Übrigen fand ich das Verhalten der süßen Rothaarigen, die ganz cool sofort das Teil aufgemampft hat,(3.06) für die einzig vernünftige und insoweit auch normale kindliche Reaktion. Ohne zu überlegen einfach in die Hand, dann in den Mund und aufgegessen, Teller aufgeräumt und wieder gegangen, fertig aus...einfach Klasse!. Dazu war das Teil doch da. Sinnloses warten für nichts ... da sind die kleinen Karriereheinis aber sauber drauf rein gefallen...Ausserdem war sie bedeutend jünger als ihre "Karriereheinis". Die anderen zwangen sich und legten bereits entsprechende Neurosen und Zwangsverhalten(Hospitalismus usw.) auf und an den Tisch,mit der Folge, das der eine, gierig, gleich beide Marshmellows in den Mund stopfte ... also wenn das "emotionale Intelligenz" sein soll, dann heisse ick: "Moses mit de Bimmel am Been".
Vielleicht sind Sofortesser tatsächlich unsicherer, unentschlossener, neidischer - sie sind aber in jedem Fall leidenschaftlicher, genießerischer und hingebungsvoller. Das ist mindestens genauso liebenswert.
bartynova
Reaktion eins: herzliches Lachen, mitfiebern und laut sagen "Sch**ße ist das gemein"
Darauf gleich folgend Reaktion zwei: Ohgott, sind die süß! Und so tapfer! Und erfindungsreich!
Ein Marshmallow in Apfelkerngehäuseform geknabbert - super!
Ebenfalls ein Highlight: der verzweifelte Blick bei Minute 1:23 - gelebtes Reinhardt-Seminar.
Meine Tochter (2) würde auch noch nicht verstehen, was gemeint ist mit "warte, dann kriegst du noch eins".
Aber die wüsste wahrscheinlich auch garnicht, dass das auf dem Teller was zu essen ist. Die würde nur unheimlich Theater machen weil sie alleine in einem Raum ohne Spielzeug wäre (sitzenbleiben ist bei ihr garnicht drin)
Echt tapfer, die Kleinen, hab sehr mitgefühlt! Wie lange die wohl da sitzen mussten?
Glaube persönlich dass man, wenn der Trieb einmal so gross aufgestaut ist, das Ganze gar nicht mehr richtig genießen kann und dann beide nur noch in sich reinstopft... Der Befriedigungsaugenblick ist dann irgendwie sehr klein im Vergleich zum Leiden ;-). Dann vielleicht doch eher direkt das Erste genüsslich verspeisen während einem noch nicht vor Begierde der Draht aus der Mütze springt... Aufs Leben bezogen auch... ich würde erst warten wenn man dafür fünf Marshmallows bekommt, dann lohnt es sich wenigstens!
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