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Die Kiste

family500

Nach familiären Wirrungen sind verschiedene Erbstücke in meinem Haushalt gelandet. Darunter ein Schlafsofa, das meine Großmutter 1940 zu ihrer Aussteuer zählte, altertümliche Nachthemden und eine handbetriebene Brotschneidemaschine. Ebenso jene stählernen Ausstechförmchen, die mein Großvater während des Krieges schweißte, damit seine Frau den Kindern in diesen schwierigen Zeiten süße Kekse für ein gesundes Gemüt backen konnte.

Unter den Dingen, die nun bei mir wohnen, befindet sich auch eine große Kiste mit Fotos und Dokumenten. Am Wochenende habe ich begonnen, sie einzuscannen und zu katalogisieren, um gemeinsam mit der Familie zu ergründen, wer darauf abgebildet ist. Im oberen Bild etwa ist es meine Großmutter, die - als Dritte von links - mit fremden Herrschaften posiert. Es muss um 1930 gewesen sein.

Der Blick in die Vergangenheit und zu den eigenen Wurzeln hat etwas seltsam Tröstliches. So meine ich mich in dem ein oder anderen Gesicht, einer Nase oder einer Augenpartie wiederzuerkennen. Was die familiären Ohren betrifft, empfinde ich es außerdem als wohltuend zu wissen, dass schon die Generationen vor mir einen Hang zum Dumbo-ismus hatten und meine Lauscher lediglich das Ergebnis ungünstiger evolutionärer Entwicklungen sind.

Schade nur, dass man heute keine Hüte mehr trägt.

Ach, man könnte verdammt nostalgisch werden und meinen, die hätten unsere Sorgen nicht gehabt (haben sie ja auch nicht.) Und deren Sorgen - da unter den Hüten - kann ich mir gar nicht wirklich vorstellen. Empathie ist so a-historisch, irgendwie.
Womit ich mich jetzt sehr weit von Ihren Ohren entfernt habe, aber die sind ja nicht wirklich Ihr Problem, oder?

Ganz im Gegenteil, ich höre hervorragend, und es passen eine Menge Haare dahinter. Dann fallen sie nicht immer ins Gesicht.

Außerdem ist doch Dumbo ein sehr lieber und süßer Zeitgenosse gewesen und wenn ich mich richtig erinnere, konnte er mit seinen Ohren sogar fliegen.
;-)

Wenn ich nur mit den Ohren wackeln könnte! Dann könnte ich abheben!

Schauen sie meine Großmutter an: http://monepoly.de/wordpress/wp-content/uploads/2008/09/amyoma.jpg . Meine Mutter besitzt nämlich auch so eine Kiste, die ich sicherlich mal erben werde.

Und bevor sie fragen... nein, ich bin nicht mit Amy Winehouse verwandt.

Mit ihm vielleicht?

Evtl. doch eine Mischung! :P
kleineschwester (Gast)

Ohh, ich liebe solche Bindeglieder zur Vergangenheit...

Von meinem Großvater habe ich vor kurzem einen ganzen Schwung Bücher bekommen, aus dem Nachlass meiner verstorbenen Großmutter.
Da stehen noch Widmungen drin u.a. von dem Großvater meiner Großmutter, seineszeichens Hugenotte.
Mein Lieblingsstück ist ein altes Dictionary, in dem meine Großmutter als junges Mädel rumgekritzelt hat, da steht sogar noch ihr Spitzname...hachja...*schwelg*

Alte Bilder sind da nochmal was ganz besonderes. Ich gestehe, ich bin ein kleines bisschen neidisch. So eine Kiste hätte ich auch gern.

Die ältesten Bilder stammen aus den Jahren um 1910, als meine Großmutter geboren wurde. Ist schon irre, wenn man überlegt, dass das noch Kaisers Zeiten waren, Kutschen über die Straßen fuhren und der Fernseher erst 60 Jahre später in den Haushalt kam.

Hier! Hut!

Ziehen Sie doch einfach nach Kanada um - ich besitze genau drei Hüte, die ich winters tatsächlich auch trage, denn die Kälte verlangt unbarmherzig nach einer Kopfbedeckung. Und Hüte gehen ja nicht bis über die Ohren runter....

Im Winter trage ich Mütze - egal, wie bekloppt das aussieht. Denn: große Ohren = große Oberfläche bei geringem Volumen = schneller Kältetod.

Ein bisschen lieb sind sie mir ja doch, meine Ohren.

Was Dumbo angeht, müssen wir wohl gemeinsame Vorfahren haben. Ich habe meine zierlichen Öhrchen jedenfalls von mindestens Opa und Uropa geerbt. Und bis auf meinen Freund hat sich inzwischen meine Umgebung daran gewöhnt. Er meint immer, ich würde irgendwie "blinken"... *kopfschüttel*

Immerhin habe ich eine kleine Nase.

Vielleicht ist es so, dass Gott, als er meine Nase formte, Knete überbehalten hat, sie nachdenklich in den Händen wog, sie zu schade zum Wegschmeißen fand und sie mir dann an die Ohren gepappt hat.

Wer trägt heute keine Hüte mehr?

Hüte sind keine Frage der Mode, Madame.
Hüte sind eine Frage der Ohren des Stils.

Wenn ich auf mein nächstes Galopprennen gehe, werde ich einen tragen. Für Sie.

Ach - Sie reiten Galopp? Interessant! Und ich fühle mich schon jetzt geehrt! Aber verletzen Sie bloss niemanden - nachher heisst's wieder noch, Larousse sei Schuld!

"Ein Arsch wie ein Brauereipferd!" sagte mein Vater früher immer. Aber Galopp?

Große Ohren und Hüte

passen gut zusammen. Bei großen Ohren rutscht der Hut nicht immer ins Gesicht.

Ach!

Könnte man denn die Ohren nicht mit einem Tuch anbinden, in etwa so:
http://www.luxlotus.com/photos/uncategorized/2007/04/18/bardot.jpg ??

Diese Breite braucht's aber mindestens.
lifomafu

Heute trägt man keine Hüte mehr?

Man(n) trägt wieder Hut!!! (Ich jedenfalls.

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Kaffeeklatsch

Ich höre gerade...
Ich höre gerade die Hörprobe und freue mich,...
stella (Gast) - 22. Nov, 20:58
Ist es - mit dem Titel...
Ist es - mit dem Titel "Die Karte meiner Träume".
nessy - 22. Nov, 17:08
Das hört sich interessant...
ich finde nur englische oder holländische Ausgaben....
schlafmuetze - 22. Nov, 16:42
IceBat hört lieber...
IceBat hört lieber Hörbücher, deshalb...
nessy - 22. Nov, 16:10
Das Buch hört sich...
Das Buch hört sich toll an. Kommt auf die Kaufen!-Liste....
ardent (Gast) - 22. Nov, 15:14

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Aktuellstes, dem Telefonino beigebrachtes Wort: schnorcheln

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