<?xml version="1.0" encoding="UTF-8" standalone="yes"?>
<?xml-stylesheet href="http://nessy.twoday.net/rss2html.xsl" type="text/xsl"?>
<rdf:RDF 
  xmlns:rdf="http://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#" 
  xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
  xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
  xmlns:cc="http://web.resource.org/cc/"
  xmlns="http://purl.org/rss/1.0/"
> 

  <channel rdf:about="http://nessy.twoday.net/">
    <title>Draußen nur Kännchen : Rubrik:Milchwoelkchen</title>
    <link>http://nessy.twoday.net/</link>
    <description></description>
    <dc:publisher>nessy</dc:publisher>
    <dc:creator>nessy</dc:creator>
    <dc:date>2008-06-30T22:06:03Z</dc:date>
    <dc:language>en</dc:language>
    <sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
    <sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
    <sy:updateBase>2000-01-01T00:00:00Z</sy:updateBase>
    
    <image rdf:resource="http://static.twoday.net/nessy/images/icon.jpg" />
    <items>
      <rdf:Seq>
            <rdf:li rdf:resource="http://nessy.twoday.net/stories/5028575/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://nessy.twoday.net/stories/4988227/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://nessy.twoday.net/stories/4907506/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://nessy.twoday.net/stories/4836938/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://nessy.twoday.net/stories/4717579/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://nessy.twoday.net/stories/4582833/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://nessy.twoday.net/stories/4575450/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://nessy.twoday.net/stories/4550357/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://nessy.twoday.net/stories/4510726/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://nessy.twoday.net/stories/4459020/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://nessy.twoday.net/stories/4440338/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://nessy.twoday.net/stories/4413435/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://nessy.twoday.net/stories/4359939/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://nessy.twoday.net/stories/4335351/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://nessy.twoday.net/stories/4292257/" />

      </rdf:Seq>
    </items>
  </channel>

  <image rdf:about="http://static.twoday.net/nessy/images/icon.jpg">
    <title>Draußen nur Kännchen</title>
    <url>http://static.twoday.net/nessy/images/icon.jpg</url>
    <link>http://nessy.twoday.net/</link>
  </image>

  <item rdf:about="http://nessy.twoday.net/stories/5028575/">
    <title>Das Viva-Leben</title>
    <link>http://nessy.twoday.net/stories/5028575/</link>
    <description>&lt;div align=&quot;justify&quot;&gt;Früher wurden die Alten nicht so alt und die Jungen blieben nicht so lange jung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre mit 14, dann Maloche bis zur Rente, immer die gleiche. Sobald Geld da war: Familie. Sobald Familie da war: Verantwortung. Sobald Verantwortung da war, war man jung alt und nicht viel anders als die Eltern, die alt alt waren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute ist man bis 25 jung jung, denn bis dahin gibt&apos;s Kindergeld. Kindergeld! Für Menschen, die seit elf Jahren strafmündig sind und seit 13 Jahren Sex haben. Kriegt man kein Kindergeld mehr, wird man aber noch lange nicht erwachsen. Schließlich wollen alle jung jung bleiben und nicht jung alt werden. Und wenn man schon nicht jung jung bleibt, dann wenigstens unabhängig von Verantwortung. Und wenn schon nicht unabhängig von Verantwortung, dann wenigstens &quot;ein bisschen verrückt&quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Früher blieb der verantwortliche Malocher dort, wo er war. Aber früher hatte er auch Arbeit und keinen &quot;Job&quot;. Früher war er nach der Lehre ausgelernt, heute ist man nicht mal richtig eingearbeitet, da kommt schon der nächste &lt;i&gt;Release &lt;/i&gt;oder &lt;i&gt;Relaunch &lt;/i&gt;oder &lt;i&gt;Recall&lt;/i&gt;. Woran soll man sich da noch orientieren, wenn die Welt sich so schnell dreht, wenn das Neue schon wieder alt ist, bevor es lange genug neu sein konnte, wenn man überall sein muss und überall hin muss, dass einem schwindelig von der Geschwindigkeit wird, mit der das Leben passiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Früher wurde einem höchstens auf der Schaukel im Garten unter dem Apfelbaum schwindelig, wenn man sich zum Spaß eindrehte und wieder ausdrehte. Heute gibt es Obstplantagen statt Streuobstschaukelwiesen, und geschaukelt wird nur das Kind, das Baby des Teams, das Projekt - &quot;Wir werden das Kind schon schaukeln&quot;, ruft man sich bei &lt;i&gt;After-Work-Partys&lt;/i&gt; zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geld ist nie da, denn trotz Jobs und Schwindel und Vagabundentum und dem Gefühl, es irgendwann dochmal zu etwas bringen zu müssen, weil man ja doch ständig so wichtige &lt;i&gt;decisions &lt;/i&gt;fällt über &lt;i&gt;shareholder value&lt;/i&gt; und &lt;i&gt;content syndication&lt;/i&gt; - trotz all dieser Beweise unglaublicher Produktivität reicht es nie. Zugegeben: Die Malocher früher hatten auch kein Geld. Sie hatten sogar noch viel weniger kein Geld, als man heute kein Geld hat. Doch sie hatten keins, weil es nicht da war und nicht, weil es da war, man es aber für Dinge verbrennt, die keine Lebensfreude bringen: Spritkosten, Leasingraten, Stromnachzahlung, private Rentenversicherung, Bahncard. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht, dass es früher besser war. Aber es war vielleicht ein bisschen sinnhafter, das Tun. Und es gab noch Grund, sich aufzulehnen. Früher, da konnte man noch Revolution machen. War ja schließlich alles so schrecklich geordnet und vorherbestimmt. Heute könnte man höchstens das Gesundheitssystem revolutionieren, aber mal ehrlich: Das ist ja auch wieder ein Projekt, wie man so viele Projekte hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeit. Die ist natürlich knapp. Man merkt es bei &lt;i&gt;Viva&lt;/i&gt;: Dort blenden sie die Bilder so schnell hintereinander ein, dass man Kopfschmerzen bekommt. Weil aber inzwischen das ganze Dasein &lt;i&gt;Viva&lt;/i&gt; ist, wird einem schonmal schwindelig. Und da sind wir wieder bei diesem Apfelbaum mit der Schaukel, unter den man sich manchmal setzen möchte, das frisch gemähte Gras atmen und in den Himmel gucken, um sich über das Heute mit seinen Möglichkeiten zu freuen.&lt;/div&gt;</description>
    <dc:creator>nessy</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://nessy.twoday.net/topics/Milchwoelkchen&quot;&gt;Milchwoelkchen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 nessy</dc:rights>
    <dc:date>2008-06-30T08:50:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://nessy.twoday.net/stories/4988227/">
    <title>7</title>
    <link>http://nessy.twoday.net/stories/4988227/</link>
    <description>&lt;div align=&quot;justify&quot;&gt;Als meine Oma ins Altenheim zog, teilte sie ihr Zimmer dort mit Frau Schumacher.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine Oma hatte lange in ihrer kleinen Wohnung in der Oberstadt gewohnt und wusste, dass sie dorthin nicht mehr zurückkehren würde. Als sie nur noch liegen konnte, haben wir sie gepflegt, sie gekämmt, ihre Haut gecremt und ihr Nahrung angereicht. Als sie nicht mehr essen und trinken konnte, haben wir bei ihr gesessen, sie gestreichelt und sie gehalten. Sie war immer schon dünn, aber sie wurde dünner und dünner, sie wurde schwächer, bis sie nicht mehr sprechen konnte. Sie sah manchmal Dinge, die niemand sonst sah, aber sie war immer bei uns und wusste, wer wir waren. Sie wollte bleiben, wir sahen es an ihren Blicken, aber es war an der Zeit, ihr zu zeigen, dass sie gehen darf. Wir ließen sie los, ohne sie zu verlassen. Sie starb in einer Nacht zum Montag im Dezember 2001.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frau Schumacher lag während der Wochen unseres Abschieds in ihrem Bett an der Wand. Ihre Wangen waren eingefallen, ihre Lippen leicht geöffnet. Auf ihrem Schädel wuchsen weiße Haare, man meinte, direkt aus dem Knochen, so dünn war die Haut. Sie sprach nie, sie murmelte kaum, und wenn sie nicht schlief, blickte sie an die Decke. Mit dürren Armen griff sie in die Luft, ohne dort etwas zu erhaschen, und stöhnte, ohne dass man jemals erfahren konnte, was ihr schmerzte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als sie nicht mehr essen und trinken konnte, empfahl man ihrem Sohn, der Mutter eine Magensonde zu legen, damit sie nicht hungern müsse. Er tat das, was wir nicht getan hatten: Er willigte ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Woche erreichte mich die Nachricht, dass Frau Schumacher nun gestorben sei. &lt;/div&gt;</description>
    <dc:creator>nessy</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://nessy.twoday.net/topics/Milchwoelkchen&quot;&gt;Milchwoelkchen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 nessy</dc:rights>
    <dc:date>2008-06-12T09:26:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://nessy.twoday.net/stories/4907506/">
    <title>Kussmomente</title>
    <link>http://nessy.twoday.net/stories/4907506/</link>
    <description>&lt;div align=&quot;justify&quot;&gt;Denkt Euch in einen dieser Momente, in dem alles klar ist. In einen dieser Kussmomente zum Beispiel, in dem Ihr Euch gegenüber liegt, zwei Fremde und doch Nahe, der eine seine Hand irgendwo beim andern, nicht intim, aber doch innig irgendwo über der Kleidung, vielleicht in der Taille, vielleicht auf der Hüfte. Ihr seht Euch an, vielleicht habt Ihr Euch schon oft angesehen, nur aber nicht so. Vielleicht aber habt Ihr Euch noch nicht so oft angesehen, fast noch gar nicht. Ihr seht Euch also an und wisst sofort: ja. Oder auch: nein. Ja, alles ist richtig so. Und: Nein, Ihr könnt nichts falsch machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sind nur Bruchteile von Sekunden, in denen Ihr nichts denkt oder wenn doch, in denen Ihr nur mit Herz und Bauch denkt; in denen Ihr nur fühlt, in denen Ihr aber nichts Bewusstes spürt außer erwiderte Zuneigung. Synchron schließt Ihr die Augen, und dieser gehauchte Moment, der nur ein Luftzug in Euer beider Leben ist, in dem Eure Lippen einander das erste Mal berühren und Ihr spürt, ob sie weich oder gespannt, ob sie fragil und feinfühlig oder fest und fordernd sind, das ist der Moment, in dem Euer Herz eine Entscheidung trifft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst scheu, dann kraftvoller küsst Ihr, jeder von Euch agiert und reagiert, es gibt diesen Takt des völligem Einvernehmens, als steuere Euch jemand aus der Ferne und habe zeitgleich jede Bewegung und jedes Geräusch, was auch immer um Euch herum geschieht, mit einem kernigen &quot;Schschsch!&quot; zum Schweigen gebracht. Dieser eine Kussmoment, der seid nur Ihr, und er ist nur ein Atemzug, dann löst Ihr Euch wieder voneinander, seht Euch an, schaut Euch erst in die Augen und lasst dann den Blick über das Gesicht des Anderen wandern. Ihr wollt sein Empfinden darin entdecken. Und weil Ihr Euch so nah seid, könnt Ihr seine Mimik nicht im Ganzen erfassen, ganz anders als im Winter, wo Ihr, ohne es zu hören, an den Atemwolken entfernter Menschen seht, dass sie sprechen; Ihr müsst Augen, Mund, Wangen und Stirn erst einzeln nach ihrer Meinung absuchen - und dann schaut Ihr einander wieder in die Augen. Dort, und das ist mehr als nur ein Sekundenbruchteil, mehr als nur ein Aufblitzen, sondern ein Zustand, dort seht Ihr ihn, diesen Ausdruck, der das Ende aller Zweifel ist.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;

&lt;div align=&quot;right&quot;&gt;&lt;font size=&quot;-3&quot;&gt;[&lt;a href=&quot;http://www.neon.de/kat/vomlebengelernt/&quot; target=&quot;new&quot;&gt;inspiriert&lt;/a&gt; in einem rührseligen Augenblick]&lt;/font&gt;&lt;/div&gt;</description>
    <dc:creator>nessy</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://nessy.twoday.net/topics/Milchwoelkchen&quot;&gt;Milchwoelkchen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 nessy</dc:rights>
    <dc:date>2008-05-04T21:37:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://nessy.twoday.net/stories/4836938/">
    <title>Auf Reisen</title>
    <link>http://nessy.twoday.net/stories/4836938/</link>
    <description>&lt;div align=&quot;justify&quot;&gt;Hier ist grad irgendwie ... ich weiß auch nicht. Schreibhemmung. Viel zu tun. Nee, viel zu tun eigentlich nicht. Aber ich fühle mich beschäftigt. Mit mir und dem Drumherum. Gedanklich bin ich viel auf Reisen und habe nicht den Kopf und die Ruhe, um Geschichten niederzuschreiben. Kennt Ihr das?&lt;/div&gt;</description>
    <dc:creator>nessy</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://nessy.twoday.net/topics/Milchwoelkchen&quot;&gt;Milchwoelkchen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 nessy</dc:rights>
    <dc:date>2008-04-03T22:08:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://nessy.twoday.net/stories/4717579/">
    <title>Reflexionen</title>
    <link>http://nessy.twoday.net/stories/4717579/</link>
    <description>&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;201&quot; alt=&quot;spiegelung_norge500&quot; width=&quot;500&quot; align=&quot;center&quot; class=&quot;center&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/nessy/images/spiegelung_norge500.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div align=&quot;justify&quot;&gt;Wenn ich einen Text veröffentliche, dann schreibt jeder, der ihn liest, ihn neu. Ihr erschafft ihn in Euren Köpfen ein zweites Mal mit Eurem Wissen und vor dem Hintergrund Eurer Erfahrungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht alles und vor allem nicht genau das, was ich sagen möchte, lest Ihr in meinen Beiträgen. Jeder von Euch sieht etwas Anderes, manchmal sogar mehr, als ich ursprünglich meinte. Von manchen wünschte ich mir, sie würden mir mehr zugestehen als ausschließlich das, was sie meinen zu verstehen. Von anderen wiederum bin ich überrascht, was sie mir zutrauen, das ich bin. Immer aber freue ich mich über das, was wir uns gegenseitig geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur mal so am Rande.&lt;/div&gt;</description>
    <dc:creator>nessy</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://nessy.twoday.net/topics/Milchwoelkchen&quot;&gt;Milchwoelkchen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 nessy</dc:rights>
    <dc:date>2008-02-18T22:28:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://nessy.twoday.net/stories/4582833/">
    <title>Zwei Kerzlein brennen ...</title>
    <link>http://nessy.twoday.net/stories/4582833/</link>
    <description>&lt;div align=&quot;justify&quot;&gt;... heute auf der Geburtstagstorte dieses Blogs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Die Bilanz nach zwei Jahren ins Internet schreiben:&lt;/b&gt;
&lt;ul&gt;  
&lt;li&gt;780 Beiträge&lt;/li&gt;  
&lt;li&gt;16.800 Kommentare&lt;/li&gt;  
&lt;li&gt;837 Bilder&lt;/li&gt;  
&lt;li&gt;9-mal Nessy zum Hören&lt;/li&gt;  
&lt;li&gt;knapp 146.000 Besucher seit Mai 2006&lt;/li&gt;  
&lt;li&gt;132 Abonnenten im Twoday-Sinne&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;b&gt;Meistgelesene Beiträge:&lt;/b&gt;
&lt;ol&gt;  
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;http://nessy.twoday.net/stories/2321150/&quot;&gt;Dramatis personae&lt;/a&gt; (4111 Aufrufe)&lt;/li&gt;  
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;http://nessy.twoday.net/stories/3410219/&quot;&gt;Die fünf unerotischsten Männer&lt;/a&gt; (3039)&lt;/li&gt;  
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;http://nessy.twoday.net/stories/2597956/&quot;&gt;Schilda&lt;/a&gt; (1788)&lt;/li&gt;  
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;http://nessy.twoday.net/stories/1864971/&quot;&gt;Opium für Kids&lt;/a&gt; (1595)&lt;/li&gt;  
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;http://nessy.twoday.net/stories/3690903/&quot;&gt;Sex in Gummistiefeln&lt;/a&gt; (1584)&lt;/li&gt;  
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;http://nessy.twoday.net/stories/2552811/&quot;&gt;One Shot&lt;/a&gt; (1561)&lt;/li&gt;  
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;http://nessy.twoday.net/stories/3455839/&quot;&gt;Schlauchnase, alte! Blödes Treckergesicht!&lt;/a&gt; (1560)&lt;/li&gt;  
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;http://nessy.twoday.net/stories/3270416/&quot;&gt;Irrtümer des Lebens, Teil I&lt;/a&gt; (1535)&lt;/li&gt;  
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;http://nessy.twoday.net/stories/4226516/&quot;&gt;Zweifel&lt;/a&gt; (1471)&lt;/li&gt;  
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;http://nessy.twoday.net/stories/3009821/&quot;&gt;15 Fragen für den Dezember&lt;/a&gt; (1455)&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;
&lt;b&gt;&lt;br /&gt;
Beiträge des zweiten Jahres, an denen mein Herz besonders hängt:&lt;/b&gt;
&lt;ul&gt;  
&lt;li&gt;die beiden Mittelwelle-Beiträge &quot;&lt;a href=&quot;http://nessy.twoday.net/stories/3785963/&quot;&gt;Mittelwelle 102,2&lt;/a&gt;&quot; und &quot;&lt;a href=&quot;http://nessy.twoday.net/stories/4022451/&quot;&gt;Alles Gute&lt;/a&gt;&quot; und das dazugehörige &quot;&lt;a href=&quot;http://nessy.twoday.net/stories/4400056/&quot;&gt;1000. Konzert&lt;/a&gt;&quot;&lt;/li&gt;  
&lt;li&gt;die &quot;Irrtümer des Lebens &lt;a href=&quot;http://nessy.twoday.net/stories/3270416/&quot;&gt;I&lt;/a&gt; und &lt;a href=&quot;http://nessy.twoday.net/stories/3342684/&quot;&gt;II&lt;/a&gt;&quot;&lt;/li&gt;  
&lt;li&gt;die &lt;a href=&quot;http://nessy.twoday.net/stories/4098561/&quot;&gt;sterbenden Kapitalisten&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;  
&lt;li&gt;die Frankfurter &lt;a href=&quot;http://nessy.twoday.net/stories/4052127/&quot;&gt;Wimpernschläge&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;  
&lt;li&gt;die traurige Geschichte von den &lt;a href=&quot;http://nessy.twoday.net/stories/4073055/&quot;&gt;Ketchup-Kindern und dem Mann mit der Geige&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;  
&lt;li&gt;die Erklärung, was es mit dem &lt;a href=&quot;http://nessy.twoday.net/stories/4015374/&quot;&gt;&quot;Reserviert&quot;-Schildchen&lt;/a&gt; im Herzen auf sich hat&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;b&gt;Dann gab es&lt;/b&gt; noch das &lt;a href=&quot;http://nessy.twoday.net/stories/3479078/&quot;&gt;Interview in der HAZ&lt;/a&gt; über meine Beziehung zum Bloggen und - für alle Neugierigen - mein &lt;a href=&quot;http://nessy.twoday.net/stories/3284916/&quot;&gt;virtuelles Ich&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bedanke mich für ein weiteres Jahr mit Euch und freue mich auf das nächste!&lt;/div&gt;</description>
    <dc:creator>nessy</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://nessy.twoday.net/topics/Milchwoelkchen&quot;&gt;Milchwoelkchen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 nessy</dc:rights>
    <dc:date>2008-01-04T13:23:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://nessy.twoday.net/stories/4575450/">
    <title>Der Kuss</title>
    <link>http://nessy.twoday.net/stories/4575450/</link>
    <description>&lt;div align=&quot;justify&quot;&gt;Es war dieses Silvester Mitte der 90er, als es minus 20 Grad hatte. Nur die Hauptstraßen unserer kleinen Stadt waren vom Schnee und vom Eis befreit. Auf den Nebenstraßen, den Anliegerstraßen und in den kleinen Gassen, auf den Höfen und Terrassen lag eine dicke, plattgetretene, gefrorene Schneeschicht, die so hart war, dass sie erst Wochen, nachdem sich erste Krokusse ans Licht gewagt hatten, geschmolzen war. Wir gingen hinaus mit Mütze und Handschuhen, in einer langen Unterhose und den Schal nicht nur um den Hals, sondern eng um Mund und Nase gewickelt. Männern mit Schnurrbärten gefror ihr Atem in den borstigen Haaren, und Frauen, die gerade geboren hatten, blieben mit ihren Kindern vor den Kaminen der Einfamilienhäuser sitzen und blickten versonnen ins Funkeln des Weihnachtsbaums, das sich im Fenster spiegelte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir waren eine Gruppe von vielleicht acht Leuten, eine lose zusammengewürfelte Clique, die sich erst vor ein paar Monaten gefunden hatte. Es ergab sich, dass wir in einer hölzernen Gartenhütte in einer Reihenhaussiedlung feiern konnten, umgeben von zwei Heizlüftern, auf Campingstühlen und Plastikliegen. Wir saßen im Kreis um einen Tisch herum, machten Raclette, erzählten und lachten viel. Die &lt;i&gt;Bravo Hits&lt;/i&gt; des Jahres quollen aus den Boxen eines CD-Kassetten-Decks, und wahrscheinlich wechselten sie sich ab mit Kuschelrock und Roxette, denn das war es, was wir zu dieser Zeit und zu dererlei Anlässen hörten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Zeit zu Zeit, immer dann, wenn uns in dieser winzigen Hütte mit den zwei Heizlüftern zu warm wurde, öffneten wir die Hüttentür mit den Butzenscheiben und den dicken, gehäkelten Spitzengardinchen. Die Luft unter der Decke wurde augenblicklich zu Dampf und waberte in dicken Schwaden hinaus in die Kälte. Es war unwirklich und dauerte nur wenige Sekunden, ehe wir die Tür wieder zurissen und uns mit schlotternden Leibern wünschten, wir hätten sie nie geöffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem dieser Momente blickte ich ihn zum ersten Mal an, wie er ebenfalls dasaß und zu frieren begann. Er war zu dieser Zeit mit Miriam zusammen, einer 17-Jährigen, die bereits vor Mitternacht von ihrem Vater abgeholt werden würde, weil sie nicht länger aus bleiben durfte. Sie war eine zarte, braunhaarige Elfe mit Porzellanhaut und Locken, die ihr auf den Rücken hinabhingen und bei jeder Bewegung sanft hüpften. Sie war schön im klassischen Sinne, doch sie war eine Puppe und reizte ihn nicht, das sah ich gleich. Wenn er sie umarmte und ihr einen kurzen Kuss auf die weißen Wangen drückte, hielt er die Augen geöffnet und ließ jene Innigkeit vermissen, wie sie Verliebten zu eigen ist, wenn um sie herum im Augenblick gegenseitiger Berührung die Umgebung in Bedeutungslosigkeit verschwimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um kurz vor elf wurde sie also abgeholt, obwohl Silvester war, obwohl wir alle wie in einem riesigen Schlafsaal im Wohnzimmer dieses Reihenhauses schlafen würden und obwohl sie bereits 17 war. Er drückte ihr wieder einen dieser scheuen Augen-auf-Küsse auf die Wange, während ihr Vater im Auto wartete und die Abgaswolken aus dem Auspuff des Wagens quollen. Als er zurück in die Gartenlaube kam - die warme Luft wurde sofort dunstig, als er durch die Tür schlüpfte -, setzte er sich neben mich in einen freien Campingstuhl. So saßen wir beeinander, ich bot ihm von den Chips an, und er blickte mich immer wieder von der Seite an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wurde Mitternacht, und als wir mit gefüllten Sektgläsern, in Mützen und Handschuhen, die Schals über den Mund gezogen, auf dem plattgetreten Schnee in der Anliegerstraße standen und die ersten von uns Raketen steigen ließen, blickte er mich an, schob meinen Schal beiseite und küsste mich lange und innig. Dann ging er zu den anderen Jungs und knallte und lachte, während wir Mädels frierend zusahen und an unserem Sekt nippten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Jahr, das mit einem Kuss begann, war eines, das bestimmt sein sollte von Veränderungen, aber noch mehr bestimmt von einer wilden Verliebtheit, die nicht Grund für die Veränderungen war, sie aber ebenso fürsorglich wie ungestüm begleitete.&lt;/div&gt;</description>
    <dc:creator>nessy</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://nessy.twoday.net/topics/Milchwoelkchen&quot;&gt;Milchwoelkchen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 nessy</dc:rights>
    <dc:date>2008-01-01T17:04:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://nessy.twoday.net/stories/4550357/">
    <title>Neues altes Idiotentum</title>
    <link>http://nessy.twoday.net/stories/4550357/</link>
    <description>&lt;div align=&quot;justify&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.sueddeutsche.de/computer/artikel/211/146869/&quot; target=&quot;new&quot;&gt;Da&lt;/a&gt; und &lt;a href=&quot;http://www.derwesten.de/nachrichten/nachrichten/2007/12/19/news-11515284/detail.html#30601&quot; target=&quot;new&quot;&gt;dort&lt;/a&gt; beklagen sich Schreiber darüber, wie &quot;kenntnisfreie Meinungsmache&quot; das Internet bevölkere und es zu einem &quot;Debattierklub von Anonymen, Ahnungslosen und Denunzianten&quot; verkomme. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Lesen dieser Artikel sind mir zwei Gedanken jenseits der aufgeworfenen Fragen gekommen: Ist es im vorliegenden Fall nicht vielmehr so, dass das Virtuelle das Reale spiegelt? Und: Hat nicht die Verschriftlichung von eigentlich Mündlichem seinen Anteil an der Misere?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All jene Schreihälse, die in der Kneipe, am Kaffeeautomaten, beim Nachbarschaftsfest und im Sechser-Abteil in der Bahn Zweiten und Dritten und Vierten ihre unmaßgebliche Meinung aufdrängen, tun dies neuerdings unter dem Label &quot;Teilhabe am öffentlichen Diskurs&quot; in Foren, Blogs und Kommentaren. Ihre Argumentation wird durch die öffentliche Darbietung nicht fundierter, ihr Horizont nicht weiter. Die dem Web immanente Möglichkeit der Interaktion vieler mit vielen weicht zwar die Grenzen des realen, interpersonalen Austauschs auf, führt aber dem Argument der &quot;Schwarmintelligenz&quot; zum Trotz nicht per se zu mehr individueller Weisheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es mag nun sein, dass ein Ruf in den Wald außerhalb des Internets nach wenigen Metern ungehört verhallt, während er virtuell vielmehr an einen Lichtstrahl erinnert, der gestreut und vielfach zurückgeworfen wird und dadurch wie viele Lichtstrahlen erscheint. Die Unterscheidung zwischen Relevantem und Unrelevantem mag schwieriger, die Informations- ebenso wie die Desinformationsfülle größer werden. Das aber ist der Preis, den wir für die neuen Möglichkeiten der Meinungsäußerung zahlen müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verschriftlichung des sonst mündlich Herausgeplauderten trägt das Ihre dazu bei, dass wenig ausgereifte Statements nicht an Substanz gewinnen. Im Gegenteil: Der Schwarz auf Weiß in Bits und Bytes gefasste Kommentar, dem bar jeder nonverbalen Information, jedes Stirnrunzelns, Brauen-Hebens und Mundwinkelzuckens zeitverzögert weitere Kommentare folgen und der daraufhin korrigiert oder revidiert oder affirmiert wird, bekommt durch seine schriftliche Form eine Endgültigkeit, die er nicht hat und die vom Verfasser meist auch nicht gewollt ist. Denn die aufgeschriebene Meinung ist nur ein Ausschnitt aus seinen Überlegungen, die er normalerweise im direkten, synchronen Austausch mit den Mit-Diskutanten einer stetigen Prüfung unterzieht.&lt;/div&gt;</description>
    <dc:creator>nessy</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://nessy.twoday.net/topics/Milchwoelkchen&quot;&gt;Milchwoelkchen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 nessy</dc:rights>
    <dc:date>2007-12-20T13:14:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://nessy.twoday.net/stories/4510726/">
    <title>Ereignistrilogie (X-Mas-Content I)</title>
    <link>http://nessy.twoday.net/stories/4510726/</link>
    <description>&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;180&quot; hspace=&quot;12&quot; alt=&quot;x-mas&quot; width=&quot;180&quot; align=&quot;right&quot; class=&quot;right&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/nessy/images/x-mas.jpg&quot; /&gt;&lt;div align=&quot;justify&quot;&gt;Es begibt sich dieser Tage, dass Menschen mit dicken Paketen und sperrigen Plastiktüten die S-Bahnen des Landes bevölkern. Sie schleppen ihre Einkäufe durch das Gewühl der Bahnhöfe, rempeln mit ihnen in die Bahn hinein und durch die Gänge hindurch, schlagen dabei unschuldigen Mitreisenden ihr Gepäck ins Gesicht und nehmen es dann auf den Schoß, obwohl sie kaum darüber hinwegsehen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das dünne Kunststoff der Tüten schimmern allerlei Hässlichkeiten: elektrische Tischbrunnen, Deko-Puppenwagen mit Rüschenapplikationen und auf Leinwand gedruckte Bilder von Landschaften der italienischen Riviera, wie sie üblicherweise in Kaufhauscafés oder Zahnarztpraxen hängen. Man fragt sich, ob diese Dinge hergestellt werden, weil es Menschen gibt, die nach ihnen verlangen, oder weil Firmen aus einer allmächtigen Geisteshaltung heraus festlegen, dass sich die Kundschaft immer schon von flinken Kinderhänden geklöppelte, Brokat besetzte Wende-Stuhlkissen gewünscht hat, es bislang nur noch nicht wusste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angesichts dieses massenhaften Erwerbs funktionsloser Überflüssigkeiten scheint es mir, als gingen Karneval, Schützenfest und Weihnachten eine heilige Allianz ein: blödeln um des Blödelns willen, saufen um des Saufens willen und schenken um des Schenkens willen.&lt;/div&gt;</description>
    <dc:creator>nessy</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://nessy.twoday.net/topics/Milchwoelkchen&quot;&gt;Milchwoelkchen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 nessy</dc:rights>
    <dc:date>2007-12-05T22:22:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://nessy.twoday.net/stories/4459020/">
    <title>Über die Unsicherheit</title>
    <link>http://nessy.twoday.net/stories/4459020/</link>
    <description>&lt;div align=&quot;justify&quot;&gt;Am quälendsten ist die Unsicherheit, das Nicht-Wissen, was wird, vielleicht auch, was war und ob überhaupt noch oder jemals wieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://h0mebase.twoday.net/stories/4450769/&quot; target=&quot;new&quot;&gt;Frau A.&lt;/a&gt; hat eine Antwort eingefordert und sie bekommen. Es ist keine schöne Antwort, doch meistens wissen wir schon, bevor wir fragen, dass das, was gesagt werden wird, genau das ist, was wir eben &lt;i&gt;nicht &lt;/i&gt;hören wollen. Gerade, wenn wir lange warten müssen. Aber wir fragen trotzdem, nicht um des Fragens, sondern um der Gewissheit willen. Um abschließen zu können mit einer Episode im Theaterstück, das unser Leben ist, auf dass die Bühne frei und die Kulisse umgebaut wird für den nächsten Auftritt. Schließlich muss die Geschichte fortgeschrieben werden, wir wollen es, denn wir spielen zwar mit, doch wir kennen das Ende nicht. Das Kuriose ist, dass wir selbst, ohne es zu wissen, die Autoren sind, aber das merken wir immer erst dann, wenn wir straucheln und den Souffleur suchen, den es nicht gibt oder der gerade eingeschlafen ist auf seinem kleinen Stühlchen vor der Bühne und uns deshalb nicht zuflüstern kann, wie wir weiter agieren und welche Stichworte wir unseren Mitspielerin geben sollen, damit diese wiederum Stichworte geben an jene, die ebenfalls Stichworte geben und dem Stück seinen Fortgang schenken, den es ohne uns nicht hätte oder doch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser aller Ziel ist es, fortzuschreiten in dem, was wir tun, was wir sind und was wir sein wollen, in dem, wonach wir streben, manchmal ohne zu wissen, was genau unser Ziel ist und ob wir überhaupt eines haben. Doch wir haben eins, wir alle, jeder Einzelne von uns - nicht immer vor Augen, aber in unserem Herzen. Wir möchten ankommen auf unserer Suche nach Zufriedenheit - einer Zufriedenheit genährt aus der Genugtuung, etwas bewegt und Menschen geliebt zu haben, kurzum: Gelebt zu haben, nicht nur im Großen, sondern auch im Alltäglichen. Wir wollen, und das ist unser Wesen als Existenzen in einer Welt, die, schaut man sie mit der Distanz von Zugvögeln an, keine Individuen kennt - wir wollen unsere Fußspuren hinterlassen, auch auf die Gefahr hin, dass der nächste Schnee sie zudeckt und der nächste Regen sie fortschwemmt. Mindestens einem sollen sie bis dahin den Weg gewiesen haben, mindestens einer soll hineingetreten sein, mindestens einer soll über sie stolpern dürfen, wie sie kleine Gruben bilden in getrockneter Erde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so wünschen wir uns, einmal - mindestens einmal, doch eher scheint es mir, als sei es in jedem Lebensjahrzehnt einmal - mit einem Menschen so intensive Glücksmomente geteilt zu haben, einmal mit bloßen Händen seine Seele berührt zu haben, dass wir in sein Gedächtnis eingebrannt sind, so dass er noch an uns denkt, wenn unsere Halbwertzeit bereits verstrichen ist. Nicht immer gelingt es uns, den anderen von uns zu überzeugen, und dann ist es umso bitterer, wenn er uns bereits &lt;i&gt;von sich&lt;/i&gt; überzeugt hat, denn Ungleichheit bringt nichts als Unzufriedenheit, und Unzufriedenheit ist eben genau das Gegenteil jenes Gemütszustands, den wir für uns erstreben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zurück aber zur Unsicherheit. Sie birgt immer dann Kraft in sich, wenn sie Neues gebiert und dabei unsere Geduld fordert, und immer dann Schmerz, wenn sie Altes zu Grabe zu tragen wünscht und dabei auf Schweigen stößt. Manchmal sind diese zwei Dinge eins, weil sie die Gelegenheit bieten, dem Theaterstück eine Wendung zu geben, manchmal sind sie nur ähnlich, weil sie lediglich Intermezzi sind, die Gefühle verwirren, uns aber nicht fortschreiten lassen, und manchmal ist das zweite die Voraussetzung für das erste, nur dass wir kaum bemerken, wann das Alte endet und wann das Neue beginnt. Erst, wenn wir der Unsicherheit ein Gesicht geben und sie in das Kästchen unserer Erfahrungen stecken können, wir sie damit ihres Selbst berauben und über sie triumphieren, stellt sich ein Funken der Zufriedenheit ein, der uns  später gemeinsam mit anderen Funken Wärme spenden wird.&lt;/div&gt;</description>
    <dc:creator>nessy</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://nessy.twoday.net/topics/Milchwoelkchen&quot;&gt;Milchwoelkchen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 nessy</dc:rights>
    <dc:date>2007-11-18T12:47:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://nessy.twoday.net/stories/4440338/">
    <title>Nachts im Café</title>
    <link>http://nessy.twoday.net/stories/4440338/</link>
    <description>&lt;div align=&quot;justify&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://nessy.podspot.de/files/nachts_im_cafe+%281%29.mp3&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://static.twoday.net/nessy/images/ohr03_35-jpeg.jpg&quot;  align=&quot;left&quot; hspace=&quot;8&quot; /&gt;&lt;/a&gt;Während ich so dasitze und es im Haus still wird, nachdem sogar der Student nebenan die Segel gestrichen und die Musik ausgestellt hat, kommt mir der Gedanke, dass ich Euch mal wieder etwas erzählen kann. Also kommt herein in mein Café, lasst den Regen draußen und setzt Euch zu mir.&lt;/div&gt;</description>
    <dc:creator>nessy</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://nessy.twoday.net/topics/Milchwoelkchen&quot;&gt;Milchwoelkchen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 nessy</dc:rights>
    <dc:date>2007-11-12T20:04:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://nessy.twoday.net/stories/4413435/">
    <title>Himmelwärts</title>
    <link>http://nessy.twoday.net/stories/4413435/</link>
    <description>Mitten in der Arbeit&lt;br /&gt;
trägt ein Wind&lt;br /&gt;
meine Gedanken empor&lt;br /&gt;
himmelwärts zu den Träumen&lt;br /&gt;
wo sie einen Augenblick&lt;br /&gt;
kreisen und fliegen&lt;br /&gt;
gleiten und schweben&lt;br /&gt;
und in langsamen Runden&lt;br /&gt;
leise und in kleinen Schleifen&lt;br /&gt;
wieder zu Boden sinken&lt;br /&gt;
wo ich sie auffange&lt;br /&gt;
und behütend sammle.</description>
    <dc:creator>nessy</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://nessy.twoday.net/topics/Milchwoelkchen&quot;&gt;Milchwoelkchen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 nessy</dc:rights>
    <dc:date>2007-11-05T11:52:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://nessy.twoday.net/stories/4359939/">
    <title>Herr Zufall und Frau Schicksal</title>
    <link>http://nessy.twoday.net/stories/4359939/</link>
    <description>&lt;div align=&quot;justify&quot;&gt;&quot;So&quot;, sagt das Leben und runzelt die Stirn, &quot;jetzt sind &lt;i&gt;wir &lt;/i&gt;dran.&quot; Es kaut auf seinen Fingernägeln und druckst herum. Es war schon immer etwas schüchtern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Herr Zufall und Frau Schicksal&quot;, sagt es, macht eine Kunstpause und knirscht dabei mit den Zähnen, &quot;ich konnte sie nicht umstimmen. Ich habe echt lange auf sie eingeredet. Aber sie haben tatsächlich beschlossen, uns zu verlassen. Sie haben gesagt, dass sie genug für uns entschieden haben, dass sie ein bisschen Abstand von uns brauchen und dass wir jetzt auch mal an der Reihe sind.&quot; Es lehnt an der Hauswand und guckt verdrießlich drein. Mit gesenktem Blick tritt es von einem Fuß auf den anderen. &quot;Ich glaube,&quot; sagt es, &quot;die Zwei haben einfach keinen Bock mehr, uns durch die Gegend zu schieben. Es ist ihnen fad geworden mit uns. Sie brauchen eine neue Herausforderung. Mehr Action.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Na Wahnsinn, denke ich. Ganz prall. Jahrelang ist alles wunderbar - Herr Zufall, Frau Schicksal, mein Leben und ich, wir sind ein tolles Team. Alles läuft super, klasse Arbeitsteilung: Mein Leben und ich, wir sitzen auf dem Kutschbock und legen die Füße hoch; Herr Zufall und Frau Schicksal machen den Rest. Und jetzt - ausgerechnet jetzt! - beschließen diese zwei feigen Gäule, uns fallen zu lassen. Kündigen einfach den Arbeitsvertrag. Nicht einmal den Schneid haben sie, mir das ins Gesicht zu sagen! Stattdessen kommen sie hinten herum und biegen es meinem Leben bei, klammheimlich zwischen den Zeilen, jeden Tag ein bisschen. Mein Superchecker-Leben braucht natürlich wiedermal eine Weile, bis es schnallt, dass wir verlassen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich finde, dass ich genug Action und Herausforderungen habe im Moment und sage das meinem Leben auch. &quot;Was wollen Herr Zufall und Frau Schicksal denn, damit sie uns treu bleiben?&quot; frage ich. &quot;Hast du sie das mal gefragt? Meteoriteneinschläge vielleicht? So etwas Ähnliches passiert doch gerade. Was verlangen sie denn mehr?&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Leben zuckt müde mit den Schultern. &quot;Kann auch sein, dass die Zwei einfach mal raus wollen. Dass das gar nichts mit uns zu tun hat. Dass sie nur mal was Anderes sehen wollen. So eine Art Sabbatical. Urlaub auf Malle oder so&quot;, sagt es. &quot;Ich weiß es doch auch nicht. Sie sind jedenfalls weg. Wir müssen selbst sehen, wie es weitergeht.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, müssen wir wohl. Selbst entscheiden also. Es wäre gut, wenn mein Leben und ich das als Team täten und nicht irgendwie so. Ich schaue es an, wie es schlaff dasteht, mit krummem Rücken und hängenden Armen. &quot;Du könntest auch mal Urlaub auf Malle vertragen&quot;, sage ich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Geht nicht ohne dich&quot;, sagt es. &quot;Schon vergessen?&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geht nicht ohne mich, ich weiß. Vielleicht sollten wir Zwei einfach nur mal ausschlafen. Oder autogenes Training machen. Oder einen Glückskeks knacken. Das wäre ein Anfang.&lt;/div&gt;</description>
    <dc:creator>nessy</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://nessy.twoday.net/topics/Milchwoelkchen&quot;&gt;Milchwoelkchen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 nessy</dc:rights>
    <dc:date>2007-10-18T00:07:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://nessy.twoday.net/stories/4335351/">
    <title>Klingonisch. Mindestens.</title>
    <link>http://nessy.twoday.net/stories/4335351/</link>
    <description>&lt;div align=&quot;justify&quot;&gt;Geh gerade. Sitz still. Vor dem Essen nichts Süßes. Nach dem Essen nicht schwimmen. Mit vollem Mund spricht man nicht. Keine Bonbons von fremden Männern. Keine fremden Männer ohne Pariser. Schlimme Kinder kommen ins Heim. Vom Schielen bleiben die Augen stecken. Beim Popeln bricht der Finger ab. Wenn es friert, nicht an Laternen lecken. Nimm eine Jacke mit. Warte nur, du wirst schon sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe viele Weisheiten mit auf den Weg bekommen. Nur nicht, wann ich beginnen sollte zu zweifeln. Wann ich aufhören sollte zu zweifeln. Wann der Kopf Recht hat und wann der Bauch. Und wo der Dolmetscher wohnt, der mir übersetzt, was mein Herz mir sagt. Das spricht nämlich gerade Klingonisch. Mindestens.&lt;/div&gt;</description>
    <dc:creator>nessy</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://nessy.twoday.net/topics/Milchwoelkchen&quot;&gt;Milchwoelkchen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 nessy</dc:rights>
    <dc:date>2007-10-09T20:01:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://nessy.twoday.net/stories/4292257/">
    <title>Männer und ich</title>
    <link>http://nessy.twoday.net/stories/4292257/</link>
    <description>&lt;div align=&quot;justify&quot;&gt;Ich dachte bislang, ich verstehe die Männer. Das stimmt aber nicht. Denn nein, ich verstehe sie nicht. Frauen allerdings auch nicht. Es verdichten sich also Beweise, dass ich, vom Äußeren einmal abgesehen, weder Mann noch Frau bin. Denn sonst würde ich ja das Verhalten mindestens eines Geschlechts nachvollziehen können. Bin ich demzufolge ein Alien im Körper einer Blondine?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oder werden Männer mit zunehmendem Alter einfach nur komisch? Vielleicht bin auch ich es, die kompliziert wird. Das würde die Sache allerdings nicht einfacher machen.&lt;/div&gt;</description>
    <dc:creator>nessy</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://nessy.twoday.net/topics/Milchwoelkchen&quot;&gt;Milchwoelkchen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 nessy</dc:rights>
    <dc:date>2007-09-25T14:21:00Z</dc:date>
  </item>


<textinput rdf:about="http://nessy.twoday.net/search">
   <title>find</title>
   <description>Search this site:</description>
   <name>q</name>
   <link>http://nessy.twoday.net/search</link>
</textinput>


</rdf:RDF>
