Politik

Sonntag, 27. September 2009

Wahlabend 2013

vermerkelt500

Die Gestik klappt schonmal ganz gut.

Freitag, 25. September 2009

Das Wort zum Sonntag

Über Politik rede ich nicht gerne, schon gar nicht hier, das will ja keiner lesen. Aber diesmal muss ich eine Ausnahme machen, denn ich bin wütend.

Am Sonntag werde ich wählen gehen, und ehrlich gesagt: Ich empfinde dafür keine Leidenschaft. Ich möchte kein Mittelmaß wählen. Ich möchte nicht das kleinste Übel wählen. Ich möchte keine lobby-hörigen, überwachungsfanatischen, die Gesellschaft verwaltenden Hobby-Politiker und Berufs-Aufsichtsräte, nur weil es niemanden gibt, der sich wirklich um meine Interessen kümmert.

Was ich stattdessen will? Beginnen wir mal bei den Inhalten und beim
  • Arbeiten: Wir brauchen mehr Offenheit, mehr Teilzeit, mehr Gleitzeit, mehr Job-Sharing, mehr Home Office, mehr Verantwortung und Initiative des Arbeitnehmers, mehr Verantwortung des Arbeitgebers beim Thema Familie & Kinder, mehr Work-Life-Balance. Kurzum: Wir brauchen ein anderes Bewusstsein. Alle. Wir brauchen eine Wirtschaft, die der Gesellschaft dient - und nicht umgekehrt. Dazu muss eine Gesetzgebung die Rahmenbedigungen schaffen, es hilft ja nichts. Meinetwegen können wir den Kündigungsschutz lockern, meinetwegen soll ein Mindestlohn kommen, wenn die Voraussetzungen gegeben sind, dass Firmen sich zeitnah neuen personellen Erfordernissen anpassen können und Angestellte schnell wieder einen neuen Job mit fairem Gehalt finden - weil Eltern und Alleinerziehende nicht benachteiligt werden und weil man nicht auch für die letzte Klitsche 17 Zeugnisse und drei besiegelte Meisterbriefe braucht. Aber es muss ein Gesamtkonzept mit einer Grundidee her. Doch an ganzheitlichen Visionen mangelt's. Das merkt man auch bei:
  • Steuern & Abgaben: Ich weiß nicht, wie's Ihnen geht, aber ich bin unfassbar frustriert, wenn ich meine Gehaltsabrechnung lese. Doch dafür kriege ich ja auch viel - Bildung, Sozialleistungen, Autobahnen. Das darf man nicht vergessen. Aber es kann doch nicht sein, dass diejenigen, die viel haben, viel absetzen können und deshalb wenig zahlen, und diejenigen, die wenig haben, nichts absetzen können und deshalb gearscht sind; dass es sich für Mütter oder Väter nicht lohnt, Teilzeit arbeiten zu gehen und eine Wirtschaftsleistung zu erbringen; dass ich den Lohn, den ich durch Mehrarbeit erwirtschafte, nicht gleich wieder beim Finanzamt abliefern muss. Ich habe noch nie selbst eine Steuererklärung gemacht, ich raff' das einfach nicht. Das muss einfacher und gerechter werden. Das muss komplett durch den Fleischwolf. Aber an eine grundsätzliche Überarbeitung traut sich ja keiner ran.
  • Rente: Das Umlageverfahren des Generationenvertrags ist gar nicht mal schlecht. Die eine Altergruppe finanziert die andere - dadurch wird kein Geld angespart und muss dubios angelegt werden; niemand kommt auf dumme Gedanken, spekuliert damit herum und die Kohle ist am Ende weg. Ich glaube auch, dass es weiterhin funktionieren kann, denn trotz sinkender Geburtenraten arbeitet der Einzelne mittlerweile produktiver und erwirtschaftet pro Kopf mehr als noch vor 40 Jahren. Trotzdem könnte man das Ganze mal überarbeiten. Wie wär's mit einer Grundrente (für alle - weg mit den Pensionen), zu der man Bonuspunkte erhält: für Kindererziehung, für überdurchschnittliche Einzahlungen, für ehrenamtliche Tätigkeit und so weiter.
  • Bildung: Ich bin für Studiengebühren. Echt jetzt. Wieso soll meine Arbeitskollegin 500 Euro für ihre staatliche Kleinkindbetreuung zahlen - im Monat, nicht im Semester! -, und der erwachsene Mensch nicht ein Sechstel davon für eine noch komplexere Bildungsdienstleistung? Ich habe selbst studiert und dabei viel gearbeitet, das geht. Dann: Schulen, Kindergärten, das muss alles besser ausgestattet werden. Klar kostet das Geld. Aber diese Investition krieg ich doch am Ende durch weniger Bildungsverlierer und besser ausgebildete Jugendliche wieder raus. Wir brauchen die wenigen Kinder nämlich als innovative und produktive Gestalter mit hohem Bruttoinlandsprodukt pro Kopf. Außerdem: Wenn der Arbeitsalltag und die bürokratischen Vorgaben heute Raum ließen für ehrenamtliche Tätigkeiten, wenn nicht alle immer nur ihr Hamsterrad am Laufen hielten, wäre vieles einfacher und die Stimmung besser, solidarischer. Dafür gibt's dann auch Rentenpunkte. Hey - wir können uns das leisten! Wir sind eine reiche Gesellschaft!
Natürlich gibt's noch weitere Themen. Umwelt, Energie, Außenpolitik, Bürgerrechte - aber es ist doch jetzt schon klar: Wer auch immer gewählt wird - es geht nur ums Verwalten, nicht ums Gestalten. Die Gesellschaft, die Wirtschaft, die Werte - das reale Leben verändert sich, aber auf der politischen Ebene bleibt alles, wie es ist.

Falls nötig, wird mit Ach und Krach ein Gesetz gestrickt, und noch eins und noch eins, das Verfassungsgericht kassiert das dann ein. Am Ende bleibt ein hingefrickelter Kompromiss, der keinem dient und dessetwegen man als Bürger nur noch ein weiteres Formblatt ausfüllen muss. Aber man hat ja was getan und kann ein Häkchen dran machen.

Meine Volksvertreter sind so weit weg von mir und meinem Leben - das ist erstaunlich und erschreckend. Es ist nur ein Randaspekt, aber allein, wenn ich sie von der "Internetcommunity" reden höre - als bestünde diese "Internetcommunity" aus fremdartigen Wesen, die nur als Schatten in dunklen Kellern und nicht als ernst zu nehmende Bürger existierten. Halloooo! ... //*winkt ... ich bin's, Nessy, die "Internetcommunity"! Eine steuerzahlende Arbeitnehmerin, ein normaler Mensch, auch bei Licht, mit Familie, Hobbies, Werten, Wünschen und Zielen. Ich bin's! Ein Wähler!

Oder wie sehen Sie die ganze Sache so?

Montag, 17. August 2009

Demokratie ist, wenn man trotzdem wählt

Am Samstag kamen die Briefwahlunterlagen. Ende August ist in NRW Kommunalwahl.

So ein Kreuz will ja wohl überlegt sein. Deshalb habe ich mich mit den Parteien und den Kandidaten für den Oberbürgermeisterposten mal ausführlich befasst. Ein schlimmes Elend tut sich auf:

Bei CDU und SPD habe ich die Wahl zwischen einem 61-Jährigen, der aus der Not heraus Kandidat wurde, weil sich lange Zeit kein anderer fand. Er hat die vergangenen 30 Jahre in diversen politischen Ausschüssen verbracht. Davor war er kurzzeitig Lehrer.

Sein Gegner ist ein 54-jähriger Betriebsrat, der sich auf AWO-Sommerfesten und beim "Ferienspatz" darstellt. Bei seinen youtube-Videos lässt er den Ton ausblenden und sie stattdessen mit romantischer Musik untermalen. Das muss einen Grund haben.

Bei den Grünen sind zwei Frauen mit Doppelnamen und Strickpullovern an der Spitze. Unter dem Stichwort "Themen" heißt es auf der Homepage des Kreisverbandes "Die Seite befindet sich noch im Aufbau". Vielleicht fällt den Damen bis Ende des Monats ja noch etwas ein.

Der Spitzenkandidat der FDP bügelt auf abgeordnetenwatch.de Fragen derart arrogant ab, dass es mir die Zehennägel aufrollt.

Das Bürgerbündnis stellt immerhin ausführlich und geordnet da, was seine politischen Ziele sind.

Der Kreisverband der Linken nimmt sich direkt der Abrüstungspolitik an; und veröffentlicht auf seiner Homepage unter dem Stichwort "Arbeit" statt Informationen Bilder eines Schlagerbarden ("Gunter Gabriel war ebenfalls da und sang Lieder für die Betroffenen").

Sagen Sie jetzt bitte nicht, ich könne mich ja selbst engagieren, wenn mir das alles nicht passe. Das ändert am aktuellen Dilemma nämlich gar nichts.

Dienstag, 9. Juni 2009

Kaufhauserinnerungen

Meine Familie hat ein besonderes Verhältnis zu Kaufhäusern.

Meine Großmutter und Tante lernten seinerzeit, Anfang der 20er und 60er Jahre, im Warenhaus den Beruf der Verkäuferin. Es war nicht Hertie, nicht Karstadt, nicht Kaufhof, es war ein Familien-Unternehmen mit einem Familien-Namen im Sauerland.

Das Kaufhaus war eine Warenhöhle, eine Linoleum-Gedenkstätte mit braunen Regalen und Gitterkörben voller Nippes - und mit einer kindheitsprägenden Rolltreppe; der ersten, auf der ich jemals fuhr (nur rauf, hinunter ging man Stufen an einem geschwungenen Geländer). Ich fuhr gerne, obwohl ich keinen Grund hatte zu fahren: Im ersten Stockwerk befanden sich Elektrogeräte und Porzellan. Ich hingegen interessierte mich nur für Süß- und Schreibwaren, für Esspapier und Glitzerstifte.

Egal, was sie verkauften: Die Verkäuferinnen standen hinter einem hölzernen Ladentisch mit Glasauslage, griffen hinter sich oder in die Schubladen unter der Theke und führten die Waren vor. Wer kaufte, erhielt das Produkt wohl verpackt: eingeschlagen in stumpfes, graues Papier, umwickelt mit einer blau-karierten Plastiktüte.

Das Geschäft gehörte meinem Großgroßonkel: ein Mann mit weichem, weißen Haar, der meine Großmutter "Tante" nannte, obwohl sie jünger war als er (ein Kuriosum unserer Familiengeschichte); ein Mann von würdevoller Eleganz, der neun Herzinfarkte überlebte und 92-jährig am Kummer um seine tote Gattin starb.

Als ich klein war, war der Freitag immer mein Großmutter-Tag; und Freitag war der Tag, an dem meine Großmutter ihre Einkäufe erledigte. Sie hatte dabei stets dieselben Haltepunkte: die bunt geflieste Metzgerei, die Bäckerei mit der goldenen Glasvitrine, den Lebensmittelladen mit den vornehm gekleideten Verkäuferinnen. Dann ein Besuch im Café: Verweilen bei einem Wurstbrötchen aus Blätterteig. Ich trank die Kondensmilch ihres Kaffees und aß eine Zitronenrolle. Auf dem Rückweg kehrten wir an die Stätte ihres früheren Wirkens zurück und kauften alles, was noch fehlte - vorzugsweise Uhu, Einweckglas-Gummis und Rasierklingen, mit der sich meine Großmutter ihre Hornhaut von den Füßen rieb. Sie erzählte Geschichten aus ihrer Lehrzeit, und ich hörte ehrfürchtig zu.

Das Kaufhaus war nicht sexy. Einkaufen 1.0, ohne Glitzer; in der Auslage ein künstlicher, von grauen Flocken zugestaubter Farn. Rückblickend bin ich mir nicht einmal sicher, ob es innen beleuchtet war, denn egal, wie fiebrig die Neonlichter flackerten: Es war immer dunkel.

Vor acht Jahren machte es pleite. Damals war es schon seit langem nicht mehr in Familienbesitz. Mein Großonkel hatte es rechtzeitig verkauft - weil sein Sohn ihm nicht nachfolgen wollte und weil er das Kaufhausgeschäft im Niedergang begriffen sah.

Trotzdem: Ich mag Kaufhäuser. Vielleicht aus Verklärung. Vielleicht, weil ich mich in ihnen behütet fühle. Vielleicht aus Zuneigung zu meiner Großmutter.

Donnerstag, 28. Mai 2009

Schmuddelkrams

Auf jugendschutzprogramme.de kann man Webseiten auf jugendgefährenden Inhalt prüfen: URL eingeben, Enter drücken, Kind gerettet!

Habe ich mal für mein Kännchencafé gemacht, und siehe da, ich bin gelistet:

zensurula

Die Kategorisierung bedeutet laut Default-Schema, dass ich Folgendes habe, mache und publiziere:
  • nackte Brüste
  • nackte Gesäße
  • leidenschaftliches Küssen
  • sichtbare sexuelle Berührungen
  • Verletzung von Tieren
  • Töten von Fantasiefiguren
  • moderate Kraftausdrücke
  • Darstellung von Tabakkonsum
  • Darstellung von Alkoholkonsum
  • Anstachelung zu oder Darstellung von Diskriminierung oder Gewalt gegen Personen oder Gruppen aufgrund von Geschlecht, sexueller Orientierung, ethnischer Herkunft, Religion oder Nationalität
Ich bin also ein klein wenig verdorben, aber nicht so richtig doll. Was mich ein bisschen stutzig gemacht hat, ist die Sponsoring-Gruppe, die auf der Startseite ausgewiesen wird:

werbung

Wie ist das jetzt zu verstehen?

Blick ins Impressum: Der Vereinsvorsitzende von "JusProg. Verein zur Förderung des Kinder- und Jugendschutzes in Telemedien e.V." ist Mirko Drenger. Wer Mirko Drenger ist? Er, Geschäftsführer eines Erotikportals, eines Joint-Ventures von unter anderem Orion und Freenet.

Mann, mann, mann. Selbst "sichtbare Genitalien weiblich" veröffentlichen, aber sich mit jugendschutzprogramme.de eine Verdienstmedaille ans Revers heften. Und dann noch denken, es merkt niemand. Tss.

Wenn das so ist, würde ich wenigstens gerne richtig auf den Index und nicht nur ein Mutti-Blog sein. Kennt nicht noch jemand ein paar Kraftausdrücke?
[via]

Dienstag, 30. September 2008

Unter Sportsfreunden

Mein Arbeitsweg steht vor dem Infarkt. Vier Baustellen auf der A40, darunter dieser Tage eine Vollsperrung. Das ganze Leben ist ein Stau. Die Menschen sehnen sich nach Erlösung. Ich entscheide mich für die Bahn.

20 Minuten Verspätung bei einem 20-Minuten-Takt, alle aussteigen, umsteigen in die nachfolgende Bahn, die ihrerseits zehn Minuten verspätung hat. Arbeitsweg: 90 Minuten. Es ist, als würde ich zwischen Hannover und Berlin pendeln. Abends 30-Minuten-Takt ab 19 Uhr, Angst im Dunkeln, Springerstiefel auf den Sitzen, Kälte und Regen auf dem Bahnsteig, auf dem sich die Raucher unter einem Vordach drängeln.

Hey Bahn. Das ist wie eine dreifache Überzahl gegen einen Kreisligisten, und Du machst das Ding nicht rein. Nur mal so unter Sportsfreunden.

Freitag, 12. September 2008

Das Arztwesen

Nun war ich ja auf eigene Kosten beim Chiropraktiker und muss sagen: Er hat geholfen. Eine Stunde hat er sich mit mir befasst, hat mich vor einen Spiegel gestellt, meine Schwächen ausgelotet, meine Haltung korrigiert, eine Blockade des Iliosakralgelenks diagnostiziert, mich sanft durchgerenkt, mich auf eine Liege gelegt, mich bewegt, gebogen und gedrückt. Zum ersten Mal seit zwei Wochen konnte ich heute Nacht ohne Schmerztabletten liegen und schlafen. Das Gelenk fühlt sich freier an. Ich kann ohne Schmerzen aus dem Sitzen aufstehen und losgehen. Nur die Muskeln und Bänder scheinen noch nicht ganz wieder die alten zu sein. Derzeit verspüre ich so etwas wie Muskelkater im Gewölbe.

Der Wunderpraktiker riet mir nachzubehandeln. Ich solle zum Hausarzt gehen und mir manuelle Therapie verschreiben lassen. Das würde nachhaltig helfen, nicht nur akut.

So saß ich heute beim Hausarzt, froh, einen Schritt voran gekommen zu sein.

Nessy: [Schilderung des Sachverhalts]
Hausärztin: [Kopfschütteln]
Nessy: Keine manuelle Therapie?
Hausärztin: Ein Iliosakralgelenk kann nicht blockieren. Kein Wirbel kann blockieren. Nur durch einen Unfall, und dann sind Sie gelähmt. Dieses Bewegen von außen - davon halte ich nichts.
Nessy: Und wie erklären Sie sich, dass die Behandlung gestern geholfen hat?
Hausärztin: Wenn sie Ihnen geholfen hat, ist das ja schön. Kommen Sie im Oktober wieder. Im Oktober schreibe ich Ihnen dann vielleicht Krankengymnastik auf. Jetzt habe ich kein Budget mehr ... Ach so, und eine Sache noch: Wie viel wiegen sie eigentlich? Treiben Sie Sport. Dann haben Sie auch keine Rückenschmerzen mehr.

Das ist ja eine Spitzenidee!

Nessy: Ich habe Rückenschmerzen, obwohl ich Handball spiele, einmal pro Woche laufen gehe, im Fittnesstudio Ausdauer- und Kraftsport mache und extra schon die Rumpfmuskulatur trainiere.
Hausärztin: Aber Ihr BMI ist zu hoch.

Das sagt also diese dicke Hummel in ihrem spackigen Kittel - ohne Untersuchung. Ohne Ausrechnen des BMIs. Ohne zu schauen, wie hoch Muskel- und Körperfettanteil sind. Sie kennt die Ursache meiner Rückenschmerzen, ohne mich anzufassen. Respekt! Vielleicht Blutsverwandtschaft mit Uri Geller?

Ich hätte sie einladen sollen, nächste Woche mit mir und der Mannschaft laufen zu gehen. Das sind immer schöne eineinhalb Stunden. Wir machen auf der Hälfte der Strecke tolle Kräftigungsübungen. Nur mit Hilfe des eigenen Körpergewichts. Die würden ihr gefallen.

Also weiterhin Gesundheit auf eigene Kosten. Ich könnte heulen, echt.

Samstag, 24. Mai 2008

//*seufzt

Heute habe ich mein kleines Dieselauto für 87,64 € betankt. Das macht mich traurig.

Donnerstag, 3. Januar 2008

Erziehungscamping

Demnächst neue Sendung auf RTL: "Erziehungscamp - Ich bin ein Intensivtäter, lass mich hier drin!"

Insassen, 1. Staffel:
  • Wolfgang S. (65), Terroristenjäger: Mit Sack übern Kopf und Händen auf den Rücken, beschallt von Reinhold Beckmanns Fußballreportagen und kameraüberwacht, schreibt er täglich ein Oktavheft voll mit dem Satz "Guantanamo ist toll und keine Folter".
  • Hartmut M. (65), Bahnfan, und Manfred S. (64), Lokführer: Müssen täglich wechselnd den anderen per Funk und in Pendlerzügen durch NRW lotsen. Bei Ankunft im Camp pro Minute Verspätung einen Mitropa-Kaffee für beide.
  • Roland K. (49), Brownie: Bezieht Mehrpersonenquartier mit Michel F. (51) aka "Paolo Pinkel", Gutmensch. Tägliches gemeinsames Haargelen. Keine weiteren Auflagen.
  • Eva H. (49), Missionarin: Übernimmt Zellenreinigung. Gleichzeitig Betreuung der vier Kinder von Drill-Seargent Katharina S., von denen eins gerade Brechdurchfall hat, eins ununterbrochen Flöte spielt und zwei sich gerade auf der stillen Treppe verprügeln.
Will auch rein:
  • Ulla S. (58), Gesundheitsapostel: Muss im Wartezimmer erst die Leserzirkel-Ausgaben der vergangenen fünf Jahre durcharbeiten.
Drill Seargents:
  • Katharina S. (36), Kindermädchen und Prekariatserzieherin: Ist entsetzt und schockiert über den Umgangston der Insassen. Malt mit Betroffenen Pappschilder mit guten Vorsätzen. Analysiert danach Videoaufnahmen des Gesprächs.
  • Günther Johannes J. (51), Allesmoderierer und Bundeskanzler in spe: Veranstaltet Wissensduelle ohne Joker.

Montag, 10. Dezember 2007

Gab's das früher auch schon?

Gerade im Real Erdbeeren für 1,29 Euro gesehen. Im Dezember! Seit wann gibt's denn sowas?

Wahrscheinlich seit kleine, marokkanischen Kinderhände, die die Wahl hatten zwischen Teppichklöppeln und Erdbeerernte, sie pflücken und ein unterbezahlter, portugiesischer Lkw-Fahrer sie in einem schrottreifen Laster herfährt.

//*schält sich Apfel, putzt Kohl

Kaffeeklatsch

3er BMW Hasenkiste ;-)...
3er BMW Hasenkiste ;-) Echte Kerle fahren 7er und...
virtualmono - 7. Nov, 06:58
Empirelinie?
Aber hallo, damit sieht JEDE schwanger aus. Wer auch...
Benedicta (Gast) - 7. Nov, 01:36
charakterspass! jawohl....
charakterspass! jawohl. spass alleine macht das kraut...
quietplease - 6. Nov, 16:48
Im Grunde ist das Philosophie.
Im Grunde ist das Philosophie.
nessy - 6. Nov, 10:48
DAS scheint tiefgründiger...
DAS scheint tiefgründiger als es auf den ersten...
LeilaCouleur - 5. Nov, 22:39

Keks dazu

T9
Aktuellstes, dem Telefonino beigebrachtes Wort: schnorcheln

Mood

Kundschaft

Kaffeemühle

 

Pächter

Im Geschäft seit 1403 Tagen.
Letzte Bestellung: 7. Nov, 06:59

Hinterzimmer
Ich brühe Ihnen gerne persönlich einen Kaffee auf: die.liebe.nessy [bei] gmail [punkt] com

Formalitäten der Verköstigung
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