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    <title>Draußen nur Kännchen : Rubrik:Politik</title>
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    <dc:publisher>nessy</dc:publisher>
    <dc:creator>nessy</dc:creator>
    <dc:date>2009-10-18T21:56:09Z</dc:date>
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    <title>Draußen nur Kännchen</title>
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  <item rdf:about="http://nessy.twoday.net/stories/5963614/">
    <title>Wahlabend 2013</title>
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    <description>&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;239&quot; alt=&quot;vermerkelt500&quot; width=&quot;500&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/nessy/images/vermerkelt500.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div align=&quot;justify&quot;&gt;Die Gestik klappt schonmal ganz gut.&lt;/div&gt;</description>
    <dc:creator>nessy</dc:creator>
    <dc:subject>Politik</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 nessy</dc:rights>
    <dc:date>2009-09-27T20:07:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://nessy.twoday.net/stories/5960250/">
    <title>Das Wort zum Sonntag</title>
    <link>http://nessy.twoday.net/stories/5960250/</link>
    <description>&lt;div align=&quot;justify&quot;&gt;Über Politik rede ich nicht gerne, schon gar nicht hier, das will ja keiner lesen. Aber diesmal muss ich eine Ausnahme machen, denn ich bin wütend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Sonntag werde ich wählen gehen, und ehrlich gesagt: Ich empfinde dafür keine Leidenschaft. Ich möchte kein Mittelmaß wählen. Ich möchte nicht das kleinste Übel wählen. Ich möchte keine lobby-hörigen, überwachungsfanatischen, die Gesellschaft verwaltenden Hobby-Politiker und Berufs-Aufsichtsräte, nur weil es niemanden gibt, der sich wirklich um meine Interessen kümmert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ich stattdessen will? Beginnen wir mal bei den Inhalten und beim 
&lt;ul&gt;  
&lt;li&gt;&lt;b&gt;Arbeiten:&lt;/b&gt; Wir brauchen mehr Offenheit, mehr Teilzeit, mehr Gleitzeit, mehr Job-Sharing, mehr Home Office, mehr Verantwortung und Initiative des Arbeitnehmers, mehr Verantwortung des Arbeitgebers beim Thema Familie &amp; Kinder, mehr Work-Life-Balance. Kurzum: Wir brauchen ein anderes Bewusstsein. Alle. Wir brauchen eine Wirtschaft, die der Gesellschaft dient - und nicht umgekehrt. Dazu muss eine Gesetzgebung die Rahmenbedigungen schaffen, es hilft ja nichts. Meinetwegen können wir den Kündigungsschutz lockern, meinetwegen soll ein Mindestlohn kommen, wenn die Voraussetzungen gegeben sind, dass Firmen sich zeitnah neuen personellen Erfordernissen anpassen können und Angestellte schnell wieder einen neuen Job mit fairem Gehalt finden - weil Eltern und Alleinerziehende nicht benachteiligt werden und  weil man nicht auch für die letzte Klitsche 17 Zeugnisse und drei besiegelte Meisterbriefe braucht. Aber es muss ein Gesamtkonzept mit einer Grundidee her. Doch an ganzheitlichen Visionen mangelt&apos;s. Das merkt man auch bei: &lt;/li&gt;  
&lt;li&gt;&lt;b&gt;Steuern &amp; Abgaben:&lt;/b&gt; Ich weiß nicht, wie&apos;s Ihnen geht, aber ich bin unfassbar frustriert, wenn ich meine Gehaltsabrechnung lese. Doch dafür kriege ich ja auch viel - Bildung, Sozialleistungen, Autobahnen. Das darf man nicht vergessen. Aber es kann doch nicht sein, dass diejenigen, die viel haben, viel absetzen können und deshalb wenig zahlen, und diejenigen, die wenig haben, nichts absetzen können und deshalb gearscht sind; dass es sich für Mütter oder Väter nicht lohnt, Teilzeit arbeiten zu gehen und eine Wirtschaftsleistung zu erbringen; dass ich den Lohn, den ich durch Mehrarbeit erwirtschafte, nicht gleich wieder beim Finanzamt abliefern muss. Ich habe noch nie selbst eine Steuererklärung gemacht, ich raff&apos; das einfach nicht. Das muss einfacher und gerechter werden. Das muss komplett durch den Fleischwolf. Aber an eine grundsätzliche Überarbeitung traut sich ja keiner ran.&lt;/li&gt;  
&lt;li&gt;&lt;b&gt;Rente:&lt;/b&gt; Das Umlageverfahren des Generationenvertrags ist gar nicht mal schlecht. Die eine Altergruppe finanziert die andere - dadurch wird kein Geld angespart und muss dubios angelegt werden; niemand kommt auf dumme Gedanken, spekuliert damit herum und die Kohle ist am Ende weg. Ich glaube auch, dass es weiterhin funktionieren kann, denn trotz sinkender Geburtenraten arbeitet der Einzelne mittlerweile produktiver und erwirtschaftet pro Kopf mehr als noch vor 40 Jahren. Trotzdem könnte man das Ganze mal überarbeiten. Wie wär&apos;s mit einer Grundrente (für alle - weg mit den Pensionen), zu der man Bonuspunkte erhält: für Kindererziehung, für überdurchschnittliche Einzahlungen, für ehrenamtliche Tätigkeit und so weiter.&lt;/li&gt;  
&lt;li&gt;&lt;b&gt;Bildung:&lt;/b&gt; Ich bin für Studiengebühren. Echt jetzt. Wieso soll meine Arbeitskollegin 500 Euro für ihre staatliche Kleinkindbetreuung zahlen - im Monat, nicht im Semester! -, und der erwachsene Mensch nicht ein Sechstel davon für eine noch komplexere Bildungsdienstleistung? Ich habe selbst studiert und dabei viel gearbeitet, das geht. Dann: Schulen, Kindergärten, das muss alles besser ausgestattet werden. Klar kostet das Geld. Aber diese Investition krieg ich doch am Ende durch weniger Bildungsverlierer und besser ausgebildete Jugendliche wieder raus. Wir brauchen die wenigen Kinder nämlich als innovative und produktive Gestalter mit hohem Bruttoinlandsprodukt pro Kopf. Außerdem: Wenn der Arbeitsalltag und die bürokratischen Vorgaben heute Raum ließen für ehrenamtliche Tätigkeiten, wenn nicht alle immer nur ihr Hamsterrad am Laufen hielten, wäre vieles einfacher und die Stimmung besser, solidarischer. Dafür gibt&apos;s dann auch Rentenpunkte. Hey - wir können uns das leisten! Wir sind eine reiche Gesellschaft!&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

Natürlich gibt&apos;s noch weitere Themen. Umwelt, Energie, Außenpolitik, Bürgerrechte - aber es ist doch jetzt schon klar: Wer auch immer gewählt wird - es geht nur ums Verwalten, nicht ums Gestalten. Die Gesellschaft, die Wirtschaft, die Werte - das reale Leben verändert sich, aber auf der politischen Ebene bleibt alles, wie es ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls nötig, wird mit Ach und Krach ein Gesetz gestrickt, und noch eins und noch eins, das Verfassungsgericht kassiert das dann ein. Am Ende bleibt ein hingefrickelter Kompromiss, der keinem dient und dessetwegen man als Bürger nur noch ein weiteres Formblatt ausfüllen muss. Aber man hat ja was getan und kann ein Häkchen dran machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine Volksvertreter sind so weit weg von mir und meinem Leben - das ist erstaunlich und erschreckend. Es ist nur ein Randaspekt, aber allein, wenn ich sie von der &quot;Internetcommunity&quot; reden höre  - als bestünde diese &quot;Internetcommunity&quot; aus fremdartigen Wesen, die nur als Schatten in dunklen Kellern und nicht als ernst zu nehmende Bürger existierten. Halloooo! ... &lt;i&gt;//*winkt&lt;/i&gt; ... ich bin&apos;s, Nessy, die &quot;Internetcommunity&quot;! Eine steuerzahlende Arbeitnehmerin, ein normaler Mensch, auch bei Licht, mit Familie, Hobbies, Werten, Wünschen und Zielen. Ich bin&apos;s! Ein Wähler!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oder wie sehen Sie die ganze Sache so?&lt;/div&gt;</description>
    <dc:creator>nessy</dc:creator>
    <dc:subject>Politik</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 nessy</dc:rights>
    <dc:date>2009-09-25T12:06:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://nessy.twoday.net/stories/5882210/">
    <title>Demokratie ist, wenn man trotzdem wählt</title>
    <link>http://nessy.twoday.net/stories/5882210/</link>
    <description>&lt;div align=&quot;justify&quot;&gt;Am Samstag kamen die Briefwahlunterlagen. Ende August ist in NRW Kommunalwahl. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So ein Kreuz will ja wohl überlegt sein. Deshalb habe ich mich mit den Parteien und den Kandidaten für den Oberbürgermeisterposten mal ausführlich befasst. Ein schlimmes Elend tut sich auf:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei CDU und SPD habe ich die Wahl zwischen einem 61-Jährigen, der aus der Not heraus Kandidat wurde, weil sich lange Zeit kein anderer fand. Er hat die vergangenen 30 Jahre in diversen politischen Ausschüssen verbracht. Davor war er kurzzeitig Lehrer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Gegner ist ein 54-jähriger Betriebsrat, der sich auf AWO-Sommerfesten und beim &quot;Ferienspatz&quot; darstellt. Bei seinen youtube-Videos lässt er den Ton ausblenden und sie stattdessen mit romantischer Musik untermalen. Das muss einen Grund haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Grünen sind zwei Frauen mit Doppelnamen und Strickpullovern an der Spitze. Unter dem Stichwort &quot;Themen&quot; heißt es auf der Homepage des Kreisverbandes &quot;Die Seite befindet sich noch im Aufbau&quot;. Vielleicht fällt den Damen bis Ende des Monats ja noch etwas ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Spitzenkandidat der FDP bügelt auf abgeordnetenwatch.de Fragen derart arrogant ab, dass es mir die Zehennägel aufrollt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bürgerbündnis stellt immerhin ausführlich und geordnet da, was seine politischen Ziele sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kreisverband der Linken nimmt sich direkt der Abrüstungspolitik an; und veröffentlicht auf seiner Homepage unter dem Stichwort &quot;Arbeit&quot; statt Informationen Bilder eines Schlagerbarden (&quot;Gunter Gabriel war ebenfalls da und sang Lieder für die Betroffenen&quot;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagen Sie jetzt bitte nicht, ich könne mich ja selbst engagieren, wenn mir das alles nicht passe. Das ändert am aktuellen Dilemma nämlich gar nichts.&lt;/div&gt;</description>
    <dc:creator>nessy</dc:creator>
    <dc:subject>Politik</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 nessy</dc:rights>
    <dc:date>2009-08-17T08:46:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://nessy.twoday.net/stories/5752088/">
    <title>Kaufhauserinnerungen</title>
    <link>http://nessy.twoday.net/stories/5752088/</link>
    <description>&lt;div align=&quot;justify&quot;&gt;Meine Familie hat ein besonderes Verhältnis zu Kaufhäusern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine Großmutter und Tante lernten seinerzeit, Anfang der 20er und 60er Jahre, im Warenhaus den Beruf der Verkäuferin. Es war nicht Hertie, nicht Karstadt, nicht Kaufhof, es war ein Familien-Unternehmen mit einem Familien-Namen im Sauerland. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kaufhaus war eine Warenhöhle, eine Linoleum-Gedenkstätte mit braunen Regalen und Gitterkörben voller Nippes - und mit einer kindheitsprägenden Rolltreppe; der ersten, auf der ich jemals fuhr (nur rauf, hinunter ging man Stufen an einem geschwungenen Geländer). Ich fuhr gerne, obwohl ich keinen Grund hatte zu fahren: Im ersten Stockwerk befanden sich Elektrogeräte und Porzellan. Ich hingegen interessierte mich nur für Süß- und Schreibwaren, für Esspapier und Glitzerstifte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Egal, was sie verkauften: Die Verkäuferinnen standen hinter einem hölzernen Ladentisch mit Glasauslage, griffen hinter sich oder in die Schubladen unter der Theke und führten die Waren vor. Wer kaufte, erhielt das Produkt wohl verpackt: eingeschlagen in stumpfes, graues Papier, umwickelt mit einer blau-karierten Plastiktüte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Geschäft gehörte meinem Großgroßonkel: ein Mann mit weichem, weißen Haar, der meine Großmutter &quot;Tante&quot; nannte, obwohl sie jünger war als er (ein Kuriosum unserer Familiengeschichte); ein Mann von würdevoller Eleganz, der neun Herzinfarkte überlebte und 92-jährig am Kummer um seine tote Gattin starb. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ich klein war, war der Freitag immer mein Großmutter-Tag; und Freitag war der Tag, an dem meine Großmutter ihre Einkäufe erledigte. Sie hatte dabei stets dieselben Haltepunkte: die bunt geflieste Metzgerei, die Bäckerei mit der goldenen Glasvitrine, den Lebensmittelladen mit den vornehm gekleideten Verkäuferinnen. Dann ein Besuch im Café: Verweilen bei einem Wurstbrötchen aus Blätterteig. Ich trank die Kondensmilch ihres Kaffees und aß eine Zitronenrolle. Auf dem Rückweg kehrten wir an die Stätte ihres früheren Wirkens zurück und kauften alles, was noch fehlte - vorzugsweise Uhu, Einweckglas-Gummis und Rasierklingen, mit der sich meine Großmutter ihre Hornhaut von den Füßen rieb. Sie erzählte Geschichten aus ihrer Lehrzeit, und ich hörte ehrfürchtig zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kaufhaus war nicht sexy. Einkaufen 1.0, ohne Glitzer; in der Auslage ein künstlicher, von grauen Flocken zugestaubter Farn. Rückblickend bin ich mir nicht einmal sicher, ob es innen beleuchtet war, denn egal, wie fiebrig die Neonlichter flackerten: Es war immer dunkel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor acht Jahren machte es pleite. Damals war es schon seit langem nicht mehr in Familienbesitz. Mein Großonkel hatte es rechtzeitig verkauft - weil sein Sohn ihm nicht nachfolgen wollte und weil er das Kaufhausgeschäft im Niedergang begriffen sah.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotzdem: Ich mag Kaufhäuser. Vielleicht aus Verklärung. Vielleicht, weil ich mich in ihnen behütet fühle. Vielleicht aus Zuneigung zu meiner Großmutter.&lt;/div&gt;</description>
    <dc:creator>nessy</dc:creator>
    <dc:subject>Politik</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 nessy</dc:rights>
    <dc:date>2009-06-09T21:06:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://nessy.twoday.net/stories/5726903/">
    <title>Schmuddelkrams</title>
    <link>http://nessy.twoday.net/stories/5726903/</link>
    <description>&lt;div align=&quot;justify&quot;&gt;Auf &lt;a href=&quot;http://www.jusprog.de/&quot; target=&quot;new&quot;&gt;jugendschutzprogramme.de&lt;/a&gt; kann man Webseiten auf jugendgefährenden Inhalt prüfen: URL eingeben, Enter drücken, Kind gerettet!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Habe ich mal für mein Kännchencafé gemacht, und siehe da, ich bin gelistet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;332&quot; alt=&quot;zensurula&quot; width=&quot;500&quot; align=&quot;center&quot; class=&quot;center&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/nessy/images/zensurula.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kategorisierung bedeutet laut &lt;a &gt;Default-Schema&lt;/a&gt;, dass ich Folgendes habe, mache und publiziere:
&lt;ul&gt;  
&lt;li&gt;nackte Brüste&lt;/li&gt;  
&lt;li&gt;nackte Gesäße&lt;/li&gt;  
&lt;li&gt;leidenschaftliches Küssen&lt;/li&gt;  
&lt;li&gt;sichtbare sexuelle Berührungen&lt;/li&gt;  
&lt;li&gt;Verletzung von Tieren&lt;/li&gt;  
&lt;li&gt;Töten von Fantasiefiguren&lt;/li&gt;  
&lt;li&gt;moderate Kraftausdrücke&lt;/li&gt;  
&lt;li&gt;Darstellung von Tabakkonsum&lt;/li&gt;  
&lt;li&gt;Darstellung von Alkoholkonsum&lt;/li&gt;  
&lt;li&gt;Anstachelung zu oder Darstellung von Diskriminierung oder Gewalt gegen Personen oder Gruppen aufgrund von Geschlecht, sexueller Orientierung, ethnischer Herkunft, Religion oder Nationalität&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

Ich bin also ein klein wenig verdorben, aber nicht so richtig doll. Was mich ein bisschen stutzig gemacht hat, ist die Sponsoring-Gruppe, die auf der Startseite ausgewiesen wird:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;129&quot; alt=&quot;werbung&quot; width=&quot;500&quot; align=&quot;center&quot; class=&quot;center&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/nessy/images/werbung.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie ist das jetzt zu verstehen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blick ins Impressum: Der Vereinsvorsitzende von &quot;JusProg. Verein zur Förderung des Kinder- und Jugendschutzes in Telemedien e.V.&quot; ist Mirko Drenger. Wer Mirko Drenger ist? &lt;a href=&quot;http://www.kress.de/cont/vk.php?vknr=MODR210273&quot; target=&quot;new&quot;&gt;Er&lt;/a&gt;, Geschäftsführer eines Erotikportals, eines Joint-Ventures von unter anderem Orion und Freenet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mann, mann, mann. Selbst &quot;sichtbare Genitalien weiblich&quot; veröffentlichen, aber sich mit jugendschutzprogramme.de eine Verdienstmedaille ans Revers heften. Und dann noch denken, es merkt niemand. Tss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn das so ist, würde ich wenigstens gerne richtig auf den Index und nicht nur ein Mutti-Blog sein. Kennt nicht noch jemand ein paar &lt;a href=&quot;http://nessy.twoday.net/stories/3455839/&quot; target=&quot;new&quot;&gt;Kraftausdrücke&lt;/a&gt;?&lt;/div&gt;
&lt;div align=&quot;right&quot;&gt;&lt;font size=&quot;-3&quot;&gt;[&lt;a href=&quot;http://jekylla.wordpress.com/2009/05/27/uber-sex-drogen-und-wie-man-hamster-filettiert/&quot; target=&quot;new&quot;&gt;via&lt;/a&gt;]&lt;/font&gt;&lt;/div&gt;</description>
    <dc:creator>nessy</dc:creator>
    <dc:subject>Politik</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 nessy</dc:rights>
    <dc:date>2009-05-28T14:04:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://nessy.twoday.net/stories/5225576/">
    <title>Unter Sportsfreunden</title>
    <link>http://nessy.twoday.net/stories/5225576/</link>
    <description>&lt;div align=&quot;justify&quot;&gt;Mein Arbeitsweg steht vor dem Infarkt. Vier Baustellen auf der A40, darunter dieser Tage eine Vollsperrung. Das ganze Leben ist ein Stau. Die Menschen sehnen sich nach Erlösung. Ich entscheide mich für die Bahn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20 Minuten Verspätung bei einem 20-Minuten-Takt, alle aussteigen, umsteigen in die nachfolgende Bahn, die ihrerseits zehn Minuten verspätung hat. Arbeitsweg: 90 Minuten. Es ist, als würde ich zwischen Hannover und Berlin pendeln. Abends 30-Minuten-Takt ab 19 Uhr, Angst im Dunkeln, Springerstiefel auf den Sitzen, Kälte und Regen auf dem Bahnsteig, auf dem sich die Raucher unter einem Vordach drängeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hey Bahn. Das ist wie eine dreifache Überzahl gegen einen Kreisligisten, und Du machst das Ding nicht rein. Nur mal so unter Sportsfreunden.&lt;/div&gt;</description>
    <dc:creator>nessy</dc:creator>
    <dc:subject>Politik</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 nessy</dc:rights>
    <dc:date>2008-09-30T07:55:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://nessy.twoday.net/stories/5186441/">
    <title>Das Arztwesen</title>
    <link>http://nessy.twoday.net/stories/5186441/</link>
    <description>&lt;div align=&quot;justify&quot;&gt;Nun war ich ja auf eigene Kosten beim Chiropraktiker und muss sagen: Er hat geholfen. Eine Stunde hat er sich mit mir befasst, hat mich vor einen Spiegel gestellt, meine Schwächen ausgelotet, meine Haltung korrigiert, eine Blockade des Iliosakralgelenks diagnostiziert, mich sanft durchgerenkt, mich auf eine Liege gelegt, mich bewegt, gebogen und gedrückt. Zum ersten Mal seit zwei Wochen konnte ich heute Nacht ohne Schmerztabletten liegen und schlafen. Das Gelenk fühlt sich freier an. Ich kann ohne Schmerzen aus dem Sitzen aufstehen und losgehen. Nur die Muskeln und Bänder scheinen noch nicht ganz wieder die alten zu sein. Derzeit verspüre ich so etwas wie Muskelkater im Gewölbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wunderpraktiker riet mir nachzubehandeln. Ich solle zum Hausarzt gehen und mir manuelle Therapie verschreiben lassen. Das würde nachhaltig helfen, nicht nur akut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So saß ich heute beim Hausarzt, froh, einen Schritt voran gekommen zu sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Nessy:&lt;/b&gt; [&lt;i&gt;Schilderung des Sachverhalts&lt;/i&gt;]&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Hausärztin:&lt;/b&gt; [&lt;i&gt;Kopfschütteln&lt;/i&gt;]&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Nessy:&lt;/b&gt; Keine manuelle Therapie?&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Hausärztin:&lt;/b&gt; Ein Iliosakralgelenk kann nicht blockieren. Kein Wirbel kann blockieren. Nur durch einen Unfall, und dann sind Sie gelähmt. Dieses Bewegen von außen - davon halte ich nichts.&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Nessy:&lt;/b&gt; Und wie erklären Sie sich, dass die Behandlung gestern geholfen hat?&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Hausärztin:&lt;/b&gt; Wenn sie Ihnen geholfen hat, ist das ja schön. Kommen Sie im Oktober wieder. Im Oktober schreibe ich Ihnen dann vielleicht Krankengymnastik auf. Jetzt habe ich kein Budget mehr ... Ach so, und eine Sache noch: Wie viel wiegen sie eigentlich? Treiben Sie Sport. Dann haben Sie auch keine Rückenschmerzen mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist ja eine Spitzenidee! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Nessy:&lt;/b&gt; Ich habe Rückenschmerzen, &lt;i&gt;obwohl &lt;/i&gt;ich Handball spiele, einmal pro Woche laufen gehe, im Fittnesstudio Ausdauer- und Kraftsport mache und extra schon die Rumpfmuskulatur trainiere.&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Hausärztin:&lt;/b&gt; Aber Ihr BMI ist zu hoch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sagt also diese dicke Hummel in ihrem spackigen Kittel - ohne Untersuchung. Ohne Ausrechnen des BMIs. Ohne zu schauen, wie hoch Muskel- und Körperfettanteil sind. Sie kennt die Ursache meiner Rückenschmerzen, ohne mich anzufassen. Respekt! Vielleicht Blutsverwandtschaft mit Uri Geller?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hätte sie einladen sollen, nächste Woche mit mir und der Mannschaft laufen zu gehen. Das sind immer schöne eineinhalb Stunden. Wir machen auf der Hälfte der Strecke tolle Kräftigungsübungen. Nur mit Hilfe des eigenen Körpergewichts. Die würden ihr gefallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also weiterhin Gesundheit auf eigene Kosten. Ich könnte heulen, echt. &lt;/div&gt;</description>
    <dc:creator>nessy</dc:creator>
    <dc:subject>Politik</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 nessy</dc:rights>
    <dc:date>2008-09-12T10:57:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://nessy.twoday.net/stories/4946511/">
    <title>//*seufzt</title>
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    <description>Heute habe ich mein kleines Dieselauto für 87,64 &#8364; betankt. Das macht mich traurig.</description>
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    <dc:subject>Politik</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 nessy</dc:rights>
    <dc:date>2008-05-24T15:41:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://nessy.twoday.net/stories/4580318/">
    <title>Erziehungscamping</title>
    <link>http://nessy.twoday.net/stories/4580318/</link>
    <description>&lt;div align=&quot;justify&quot;&gt;Demnächst neue Sendung auf RTL: &quot;Erziehungscamp - Ich bin ein Intensivtäter, lass mich hier drin!&quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Insassen, 1. Staffel:&lt;/b&gt;
&lt;ul&gt;  
&lt;li&gt;Wolfgang S. (65), Terroristenjäger: Mit Sack übern Kopf und Händen auf den Rücken, beschallt von Reinhold Beckmanns Fußballreportagen und kameraüberwacht, schreibt er täglich ein Oktavheft voll mit dem Satz &quot;Guantanamo ist toll und keine Folter&quot;.&lt;/li&gt;  
&lt;li&gt;Hartmut M. (65), Bahnfan, und Manfred S. (64), Lokführer:  Müssen täglich wechselnd den anderen per Funk und in Pendlerzügen durch NRW lotsen. Bei Ankunft im Camp pro Minute Verspätung einen Mitropa-Kaffee für beide.&lt;/li&gt;  
&lt;li&gt;Roland K. (49), Brownie: Bezieht Mehrpersonenquartier mit  Michel F. (51) aka &quot;Paolo Pinkel&quot;, Gutmensch. Tägliches gemeinsames Haargelen. Keine weiteren Auflagen.&lt;/li&gt;  
&lt;li&gt;Eva H. (49), Missionarin: Übernimmt Zellenreinigung. Gleichzeitig Betreuung der vier Kinder von Drill-Seargent Katharina S., von denen eins gerade Brechdurchfall hat, eins ununterbrochen Flöte spielt und zwei sich gerade auf der stillen Treppe verprügeln.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;b&gt;Will auch rein:&lt;/b&gt;
&lt;ul&gt;  
&lt;li&gt;Ulla S. (58), Gesundheitsapostel: Muss im Wartezimmer erst die Leserzirkel-Ausgaben der vergangenen fünf Jahre durcharbeiten.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;b&gt;Drill Seargents:&lt;/b&gt;
&lt;ul&gt;  
&lt;li&gt;Katharina S. (36), Kindermädchen und Prekariatserzieherin: Ist entsetzt und schockiert über den Umgangston der Insassen. Malt mit Betroffenen Pappschilder mit guten Vorsätzen. Analysiert danach Videoaufnahmen des Gesprächs.&lt;/li&gt;  
&lt;li&gt;Günther Johannes J. (51), Allesmoderierer und Bundeskanzler in spe: Veranstaltet Wissensduelle ohne Joker.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;/div&gt;</description>
    <dc:creator>nessy</dc:creator>
    <dc:subject>Politik</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 nessy</dc:rights>
    <dc:date>2008-01-03T14:37:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://nessy.twoday.net/stories/4523374/">
    <title>Gab&apos;s das früher auch schon?</title>
    <link>http://nessy.twoday.net/stories/4523374/</link>
    <description>&lt;div align=&quot;justify&quot;&gt;Gerade im Real Erdbeeren für 1,29 Euro gesehen. Im Dezember! Seit wann gibt&apos;s denn sowas?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrscheinlich seit kleine, marokkanischen Kinderhände, die die Wahl hatten zwischen Teppichklöppeln und Erdbeerernte, sie pflücken und ein unterbezahlter, portugiesischer Lkw-Fahrer sie in einem schrottreifen Laster herfährt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;//*schält sich Apfel, putzt Kohl&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;</description>
    <dc:creator>nessy</dc:creator>
    <dc:subject>Politik</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 nessy</dc:rights>
    <dc:date>2007-12-10T15:15:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://nessy.twoday.net/stories/3789049/">
    <title>Skandal! Skandal?</title>
    <link>http://nessy.twoday.net/stories/3789049/</link>
    <description>&lt;div align=&quot;justify&quot;&gt;Nun gibt es also diese Endemol-Show, bei der eine Krebskranke eine ihrer Nieren verschenkt. Drei Kandidaten bewerben sich - einer bekommt sie. &quot;Geschmacklos!&quot; ruft die entsetzte Öffentlichkeit. Ja, finde ich auch. Aber warum? Das zu ergründen, ist nicht wirklich leicht. Also habe ich nachgedacht. Die Krux: Seitdem ich nachgedacht habe, finde ich es nicht mehr so geschmacklos. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe etwas überlegen müssen, bis ich darauf kam, was mich anwidert. Es ist der Allmachtgedanke. Ein Mensch stellt sich hin und richtet mit seiner Entscheidung über das Leben anderer. Ihr Zwei müsst sterben, du darfst leben. Jeder Zuschauer darf per SMS sein Votum abgeben. Jeder, der daheim auf dem Sofa sitzt, darf ein bisschen Gott spielen. Das ist das Geschäft, und das Fernsehpublikum guckt zu. Gott im Big-Brother-Format.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die Zuschauer ihrer Macht fröhnen, klingelt auf Macherseite munter die Kasse: Werbung und SMS-Gebühren bringen satte Einnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was aber, wenn man das Geld für Vereinigungen wie der &quot;Deutschen Stiftung Organtransplantation&quot; spendete? Fände ich die Ausstrahlung dann immer noch so verwerflich? Ich ging in mich und stellte fest: Nein. Nicht mehr im gleichen Maße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Niederlanden, wo die Sendung produziert wird, sind Lebendspenden erlaubt. Laut Gesetz entscheidet der Spender, wer seine Organe bekommt. Das Grundkonzept der Sendung ist also gängige Praxis, nur dass der Entscheidungsprozess mit einem Mal öffentlich stattfindet. Die Stimme des Publikums ist schlussendlich nicht entscheidend. Es zählt allein der Wunsch der Spenderin - die unter den Augen der Öffentlichkeit allerdings möglicherweise anders entscheidet, als sie es im stillen Kämmerchen täte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Letztlich ist aber die Zurschaustellung das, was schreckt, nicht der Prozess selbst. Doch ist das Zeigen von Tatsachen skandalös, wenn die Tatsachen selbst legitim sind? Ist es nicht eher so, dass wir mit Gegebenheiten konfrontiert werden, die wir nicht sehen möchten, weil sie uns die Auseinandersetzung mit unserem eigenen Handeln - oder besser: mit unserer eigenen Trägheit, unserem mangelndem Problembewusstsein und mit der Unlust zur Reflexion - abverlangen? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus führt uns die Sendung vor Augen, dass auch wir selbst uns eines Tages in einer der Rollen befinden könnten. Oder unser Partner, unser Vater, unsere Schwester, unser Kind. Möchten wir darüber wirklich nachdenken?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die drei Kandidaten haben eine Chance von 33 Prozent, das Organ zu bekommen. Das ist eine bei Weitem höhere Chance auf ein Spenderorgan als ohne diese Sendung. 2006 standen ind Deutschland 1.259 Verstorbene für eine Organspende zur Verfügung. Sie spendeten 3.925 Organe. Implantiert wurden aber 4.032 Organe. Die Differenz wurde über Eurotransplant aus dem Ausland zur Verfügung gestellt. Wir nehmen mehr, als wir geben. Pro Jahr müssen 1.000 Menschen, die auf der Warteliste für Transplantationen stehen, sterben. Das sind fast drei pro Tag, nur in Deutschland. Nur zwölf Prozent der Europäer besitzen einen Organspendeausweis, obwohl 81 Prozent gewillt sind, ihre Organe nach ihrem Tod zur Verfügung zu stellen. Gesetzentwürfe, dass jeder Mensch potentiell Organspender ist, bis er widerspricht, werden nicht auf den Weg gebracht. Das ist der eigentliche Skandal. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist ein solches Sendeformat also ein Mittel, vom Zweck geheiligt? Macht es auf ein Problem aufmerksam, das die Politik wie auch jeder Einzelne, der spenden möchte, aber keinen Spenderausweis besitzt, erfolgreich verdrängt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nein. Denn es ist der Ton, der die Musik macht, beziehungweise das Format, das für den faden Beigeschmack sorgt. Die Entscheidung über Leben und Tod ist kein Entertainment. Man unterhält damit keine Leute und verdient damit kein Geld. Der Akt der öffentlichen Abstimmung und der damit verbundene Voyerismus verletzen die Menschenwürde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotzdem:  Nach längerem Nachsinnen finde ich die Sache nicht so skandalös wie die populistischen Aufschreier dieser Republik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div align=&quot;right&quot;&gt;&lt;font size=&quot;-3&quot;&gt;[Zahlenquelle: &lt;a href=&quot;http://www.ethikrat.org/stellungnahmen/pdf/Stellungnahme_Organmangel.pdf&quot; target=&quot;new&quot;&gt;Nationaler Ethikrat&lt;/a&gt;]&lt;/font&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;</description>
    <dc:creator>nessy</dc:creator>
    <dc:subject>Politik</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 nessy</dc:rights>
    <dc:date>2007-05-31T22:32:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://nessy.twoday.net/stories/3744867/">
    <title>Bestürzung</title>
    <link>http://nessy.twoday.net/stories/3744867/</link>
    <description>&lt;div align=&quot;justify&quot;&gt;&lt;div align=&quot;justify&quot;&gt;Ich lese mit Bestürzung, welche Züge die Diskussion über den Tod deutscher Soldaten in Kunduz &lt;a href=&quot;http://www.welt.de/politik/article881720/Drei_deutsche_Soldaten_in_Afghanistan_getoetet.html?page=1#article_readcomments&quot; target=&quot;new&quot;&gt;in den Kommentaren bei WELT ONLINE&lt;/a&gt; annimmt.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;

Zitate auszugsweise:
&lt;ul&gt;  
&lt;li&gt;&quot;Mitleid? Mit zum Morden bereiter Soldateska? Nicht das geringste!&quot;&lt;/li&gt;  
&lt;li&gt;&quot;Besatzer wurden dort schon immer massakriert. [...] Nur die dummen Kälber wählen sich ihre Metzger selber.&quot;&lt;/li&gt;  
&lt;li&gt;&quot;Eigentlich sind viel zu wenig deutsche soldaten gestorben.&quot;&lt;/li&gt;  
&lt;li&gt;&quot;Wir sind mit unseren Kanonen da hin gegangen und haben die gerechte Antwort bekommen. Wer will sich da beschweren?&quot;&lt;/li&gt;  
&lt;li&gt;&quot;...welcher halbwegs vernünftige Bundesbürger geht 1. zur Bundeswehr und 2. auch noch freiwillig auf Auslandseinsätze?&quot;&lt;/li&gt;  
&lt;li&gt;&quot;Das unsere Soldaten von einer Verteidigungsarmee zur Folter- und Mördertruppe der Amerikaner aufgeschlossen sind, halte ich für keinen Fortschritt. Meinetwegen sollen sie doch die ganze deutsche Truppe in Afghanistan in die Hölle sprengen. Sie haben es verdient. Soldaten sind zum Töten da und nicht um zu helfen. Insbesondere, wenn sie in fremden Ländern sind. Kein Mitleid mit diesem Bodensatz der Gesellschaft.&quot;&lt;/li&gt;  
&lt;li&gt;&quot;Dem &quot;Soldaten sind Mörder&quot; von Kurt Tucholsky gilt es nichts hinzuzufügen. Trauer für diesen Menschenschlag, kann ich nicht entwickeln.&quot;&lt;/li&gt;  
&lt;li&gt;&quot;Mitleid für (potentielle?) Mörder? Ganz einfach, laut und deutlich: NEIN!  Den Abschaum, der bereit ist aus politischer Motivation andere Menschen zu töten, nach Hause holen? Bloss nicht. Sie sollen dort unter bleiben und dort sterben.&quot;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

Die Redakteure löschen derzeit im Minutentakt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann unterschiedlicher Auffassung über die Sinnhaftigkeit des Afghanistan-Einsatzes und über den Soldatenberuf als solchen sein. Aber mit welcher Vehemenz, in welcher Fülle und mit welcher Verachtung gegenüber den Menschen, die dort Dienst tun, Meinungsäußerungen über die WELT hereinbrechen, tut weh. Es sind Äußerungen, die ich - mit weniger Wucht, aber dennoch - auch im Alltag oft höre. Das ist sehr konsternierend und, wie mir scheint, ein Zeugnis dessen, dass die Deutschen auf dem Fundament ihrer Vergangenheit trotz der gelebten Wirklichkeit von Frieden schaffenden Einsätzen noch kein neues militärisches Selbstbild aufgebaut haben.&lt;/div&gt;</description>
    <dc:creator>nessy</dc:creator>
    <dc:subject>Politik</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 nessy</dc:rights>
    <dc:date>2007-05-19T09:31:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://nessy.twoday.net/stories/2125805/">
    <title>Death Row Homepage</title>
    <link>http://nessy.twoday.net/stories/2125805/</link>
    <description>Wer in Texas in der Todeszelle sitzt, kann sich zwar seines Lebens nicht mehr erfreuen, dafür aber einer gewissen Popularität in der virtuellen Welt. Auf der &lt;a href=&quot;http://www.tdcj.state.tx.us/stat/deathrow.htm&quot;&gt;Death Row Homepage&lt;/a&gt; hat der geneigte Besucher Gelegenheit, sich über die Kandidaten anstehender Hinrichtungen zu informieren und die letzten Worte Gehenkter zu rezipieren. Das Gruselkabinett soll wohl abschrecken, offenbart allerdings mehr als alles andere die Unmenschlichkeit des Systems. Doch Europa darf sich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, denn so lang verzichten viele Länder noch nicht auf die Todesstrafe:
&lt;ul&gt;  
&lt;li&gt;Deutschland (West): seit 1949&lt;/li&gt;  
&lt;li&gt;Deutschland (Ost): seit 1987&lt;/li&gt;  
&lt;li&gt;Österreich: seit 1950&lt;/li&gt;  
&lt;li&gt;Frankreich: seit 1981&lt;/li&gt;  
&lt;li&gt;Irland: seit 1990&lt;/li&gt;  
&lt;li&gt;Griechenland: seit 1993&lt;/li&gt;  
&lt;li&gt;Estland, Litauen: seit 1998&lt;/li&gt;  
&lt;li&gt;Türkei: seit 2004&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
Als erste Staaten schafften übrigens das Großherzogtum Toskana (1786) und Venezuela (1863) die Todesstrafe ab. Damit waren sie nicht nur moralische, sondern auch betriebswirtschaftliche Vorreiter. Denn &lt;a href=&quot;http://www.deathrow-usa.us/FaktenTodesstrafeUSA.pdf&quot;&gt;Studien&lt;/a&gt; besagen, dass die Hinrichtung eines Straftäter um mindestens 2,16 Millionen $ teurer als eine lebenslängliche Unterbringung ist.</description>
    <dc:creator>nessy</dc:creator>
    <dc:subject>Politik</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 nessy</dc:rights>
    <dc:date>2006-06-06T11:39:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://nessy.twoday.net/stories/1768595/">
    <title>Zugzwang</title>
    <link>http://nessy.twoday.net/stories/1768595/</link>
    <description>&apos;Tschuldigung, aber ich muss mich da jetzt mal zu äußern, so sehr ärgert&apos;s mich. Vor ein paar Wochen saßen die Merkels und Müntes wegen der Familie zusammen, nun wegen der Gesundheit. Ich mein, mich wundert es nicht, dass da nix bei rumkommt. Wer einmal in einem großen Unternehmen gearbeitet hat, weiß: Frühestens, wenn der Zug schon lange abgefahren ist, begibt man sich zum Bahnhof. Dann aber mit dem Taxi. Über die Autobahn. Mit 160 in der Baustelle. Und so scheint&apos;s den Herrschaften in Berlin auch zu gehen: &quot;Hoppala, keine Kinder da? So eine Überraschung! Nun aber schnell ein Gesetz, am Besten gestern!&quot; Oder: &quot;Och, nee, diese blöden Gesundheitkosten! Alles so teuer! Tssss ... wie kann das plötzlich kommen?&quot; Und dann setzt man sich zusammen und denkt sich: &quot;Eigentlich müssten wa so richtig was losmachen, jetze.&quot; Aber weil das alles so kompliziert ist und man sich immer bei irgendeiner Gruppe unbeliebt macht, lässt man&apos;s lieber. Stattdessen klappert man alle Ressorts ab und guckt, wo man beim Bürger noch was einstreichen kann. Und der Wähler? Ist frustriert, weil&apos;s nicht voran geht. Dabei würde er doch alles hinnehmen: Einheitsrente, Bürgerversicherung, Ehegattensplitting nur für Eltern, steuerfinanzierte Kindergärten, Studiengebühren - wenn es denn endlich mal ein übergreifendes Konzept gäbe für unser Land. Doch bis es das gibt, ist der Zug bereits über der Grenze, während uns bei der Aufholjagd im teuren Taxi der Sprit ausgeht.</description>
    <dc:creator>nessy</dc:creator>
    <dc:subject>Politik</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 nessy</dc:rights>
    <dc:date>2006-03-30T13:46:03Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://nessy.twoday.net/stories/1741916/">
    <title>Fassungsloses Staunen ...</title>
    <link>http://nessy.twoday.net/stories/1741916/</link>
    <description>... heute morgen am Frühstückstisch. Was lese ich da in meiner geschätzten &lt;a href=&quot;http://www.waz.de&quot;&gt;Regionalzeitung&lt;/a&gt;? NRW plant eine &lt;b&gt;Wald-Maut&lt;/b&gt;. Dieses Wort muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Wald-Maut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun denn. Was soll das bedeuten? Wer die Wälder in NRW nutzt - in Form von Jogging, Waldlauf, Hund ausführen, Mountainbike fahren, Pferd ausreiten und spazierengehen - soll  zukünftig Kurtaxe zahlen. Ja, richtig gehört. Einfach so durch den Forst laufen ist bald nicht mehr, die deutsche Eiche will schließlich erhalten und gepflegt sein. Umsonst ist nur der Tod, meine Herrschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie darf ich mir das dann vorstellen? Steht demnächst an jedem Weg, der in die städtische Flora und Fauna führt, ein Kassenhäuschen? Oder gibt es Kontrolleure? Während ich mich joggend durch das Buschwerk quäle, tippt mir also ein uniformierter Beamter auf die Schulter und sagt: &quot;Sie laufen hier? Dann einen Euro bitte! Darf ich Ihnen eine Monatskarte anbieten?&quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Luft, die ich atme? Sie wird immerhin maßgeblich vom Bestand chlorophyllhaltiger Pflanzen, derer sich im Forst ja bekanntlich einige befinden, mitbestimmt. Muss ich dann pro Atemzug einen Anteil an den Waldbauernverband berappen?</description>
    <dc:creator>nessy</dc:creator>
    <dc:subject>Politik</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 nessy</dc:rights>
    <dc:date>2006-03-24T15:28:37Z</dc:date>
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