Weltenbummler

Mittwoch, 14. Mai 2008

Hamburg

Ab dem Wochenende habe ich in Hamburg zu tun. Hat jemand Lust auf ein Abendbierchen am Sonntag, Montag oder Dienstag? Frau Gräfin? Herr Sibsch? Frau Jekylla? Andere mir noch unbekannte Hamburger? Ich würde mich freuen.

Mittwoch, 26. März 2008

Neundreiviertel

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[gesehen in Burger, Oberbayern]
Wer hier wohl wohnt?

Dienstag, 25. März 2008

Da freut sich das Großstadtherz

parken_fuer_20cent

gesehen im Zentralparkhaus Bad Tölz

Sonntag, 9. März 2008

Arachnophobia

spinne500

Es ist ein Sommertag Ende der 80er, als wir in einem kleinen bayerischen Ort ankommen, dessen Namen ich vergessen habe. Wir sind mit unserem silbernen Audi 100 auf dem Weg nach Italien, mein Vater, meine Mutter und ich, und beschließen, hier zu übernachten.

Die Pension hält zwei Zimmer für uns bereit: ein großes mit einem Ehebett für meine Eltern, ein kleineres für mich. Die Wände beider Räume sind mit Holzpaneelen verkleidet; eine Tatsache, die im Verlauf der Nacht noch von Bedeutung sein wird.

Gegen 22 Uhr gehen wir schlafen: meine Eltern in ihrem Zimmer, ich in meinem. Ich lege mich auf den Bauch und lese noch ein Buch, und wie ich es zu vorgerückter Stunde zuklappe und hinaufsehe zur weiß getünchten Decke, zum Jesus am Holzkreuze und dem in Öl gegossenen Alpenpanorama über dem Federbett, sehe ich eine dicke Spinne, wie sie sich nur einen halben Meter über meinen Kopf an die Wand klammert. Ihr Körper ist fett, fleischig und behaart, ihr Hintern gemustert, ihre Beine lang und borstig.

Ich tue, was kleine Mädchen in solch einem Augenblick tun: Ich springe von der Matratze auf, halb kreischend, halb wimmernd, und laufe zu meinem Papa. "Eine Spinne, eine Spinne!", muss ich gerufen haben.

Der Herr Papa ist not amused. Er hat sich doch schon auf die Nachtruhe eingerichtet und ist zu dererlei Kinkerlitzchen nicht mehr aufgelegt. Doch in meiner Mutter schrillt der Alarm, der nur in Müttern schrillt. Mit schreckgeweiteten Augen starrt sie auf das schreiende Kind. Sie weiß: Hier geht es um Leben und Tod.

Seufzend erhebt mein Vater sich, greift zwei Zeitungsseiten und folgt mir in mein Schlafgemach. Er wirft nur einen kurzen Blick auf die Spinne, dann sagt er sowas wie "Oha, da brauchen wir was Größeres". Er schlurft zurück ins Ehegemach, wo die Mutter zwischen Federn und Daunen um das Leben von Mann und Tochter bangt, greift das Neue Testament vom Nachtschrank, kehrt in mein Zimmer zurück und wirft es in Richtung der Kreatur. Die, wieselfink und mit dererlei Praktiken offenbar vertraut, huscht hinter die Holzverkleidung. Ihre haarigen Beine trappeln über die Rauhfaser, und wer genau hinhört, kann ein verärgertes "Ssssss" aus ihrem Maul vernehmen.

Aufgelöst weinend hocke ich auf der Bettkante.
"Die kommt nicht wieder", sagt mein Vater, streichelt mir, leicht behutsam, leicht hilflos den Kopf.

In diesem meinem Alter ist der Vater Gott, und was Gott sagt, stimmt, also lege ich mich hin. Er deckt mich mit dem weißen Federbett zu. Ich greife meinerseits zum Neuen Testament und halte es abwehrbereit auf meiner Brust. Mein Vater streichelt mir noch einmal über die Wange, dann lässt er mich allein mit den Gefahren den Nacht. Nach Minuten der Angst schlafe ich erschöpft ein.

Gegen 1 Uhr wache ich auf. Ich bin sicher, es war eine höhere Macht, die mich so vor dem Schlimmsten bewahrt hat, denn direkt auf meiner Brust, unter meinem Kinn, neben der Bibel, hockt die fette, fleischige, behaarte Spinne mit ihrem gemusterten Hintern und den borstigen, langen Beinen. "Jetzt ist Krieg! Jetzt ist Nahkampf! Mann gegen Mann!"

Langsam hebe ich das Neue Testament, um dem Tier das Lebenslicht auszublasen. Auge in Auge liegen wir uns gegenüber. Jeder lauert auf seine Chance und die Bewegungen des anderen. Plötzlich greift das Monster an, läuft mit flinken, trappelnden Schritten über meine Brust und meinen Hals, wo es kitzelt und krabbelt, dann mein Ohr entlang über die Matratze, um hinter ihr zu verschwinden. Hinter der Matratze! Nicht hinter dem Bett oder der Holzverkleidung, nein: Zwischen Matratze und Bettgestellt versteckt sich die Spinne, um dort fortan auf mich zu lauern.

Das ist zu viel für mein Kleinmädchenherz. Schreiend packe ich meine Bettdecke, laufe zu Mama und Papa und werfe mich dort auf die Besucherritze. Meine Mutter hatte es sofort gewusst: In bayerischen Nächten werden Kinder gefressen.

Donnerstag, 31. Januar 2008

Hotel Corallo

Nach fünf Tagen wollen wir mal rüber, die andere Seite sehen. Von der Adria aus fahren wir über Bologna in die Toskana, fort vom geistlosen Herumliegen auf heißem Sand, hinein in den Landstrich der Dichter und Denker zu Wein, Bildung und Kultur.

In Viareggio frage ich nach einem Zimmer, das ligurische Meer vor Augen, die Bergketten der Emilia Romagna im Rücken. Doch weder hier noch in den Nachbarstädten ist auch nur eine Pritsche frei, und so tasten wir uns durch die flirrende Hitze und über geschwungene Küstenstraßen weiter nach Norden, von Ort zu Ort, von Hotel zu Hotel, bis wir nach La Spezia kommen, einer Hafenstadt südlich von Genua mit dem Charme einer öldurchtränkten Fabrikhalle. Das Hotel Corallo hat ein Zimmer frei, und erschöpft von der Reise, der Sonne und der Fragerei buchen wir gleich fünf Nächte.

Das Zimmer ist groß und schlicht. Es hat ein breites Metallbett, einen Schrank, einen Tisch und eine Dusche, wobei die Dusche sich nicht im Bad befindet, sondern das Bad befindet sich auf dem Flur und die Dusche direkt neben dem Bett. Schiebe ich den Plastikvorhang beiseite und steige hinaus aus dem Nass, läuft das Wasser an mir hinab auf den Zimmerboden, und wenn ich mein Haar schüttele, besprenkel ich den schlafenden Mann vor mir mit winzigen Tropfen kalten Wassers, die schimmernd auf seiner Haut liegen bleiben und in der Wärme verdunsten.

Die Sonne geht unter. Es wird dunkel am Himmel, jedoch nicht in unserem Zimmer im Hotel Corallo mit der Dusche neben dem Bett und der Leuchtreklame neben dem Fenster. In farbigem Stakkato beflackert sie die Wände. Hell, dunkel, hell, dunkel, hell, dunkel. Ich schließe die Augen. Meine Haut ist warm von der Sonne, sie riecht nach Sommer und After Sun Lotion, mein Kopf ist schwer, und meine Augen brennen. Der Mann neben mir atmet flach und gleichmäßig und verströmt Wärme, die mir winzige Schweißperlen auf den Nasenrücken legt.

Just in dem Moment, in dem meine trunkenen Gedanken in einen diffusen, lichtdurchzuckten Schlaf gleiten, setzt am Kopfende unseres Bettes ein Keuchen ein. Auf kleinen Häppchen Atemluft quetscht sich rhythmischs Fiepen aus weiblichen Lungen. Erst zaghaft, dann fordernd, dann erneut verhalten, fast schüchtern, dann lauter, kürzer, öfter, energischer, bis sich ein tiefer Seufzer entlädt.

Man meint, es sei Verzückung, spürt nachbarliches Wohlgefühl durch den Rigips sickern und genießt für einen Augenblick die leise knisternde Stille, in die das entfernte Hupen von Motorrollern hallt, als plötzlich Metallenes gegen die Wand schlägt. Das Keuchen setzt im Gleichtakt mit den Schlägen wieder ein. Es hat nun eine Sprache gefunden. Ah!, Ah!, Ah! macht es. In die kleine Pause zwischen zwei Ah!s und dem dumpfen *rumms!, *rumms!, *rumms! eines Möbels, das im Gleichtakt auf Widerstand stößt, rammt sich ein kehliges, eisbärenhaftes Grunzen. Die Leuchtreklame flackert fiebrig ihr Hell und Dunkel an die Zimmerwand.

*rumms Ah! .... ooaahhhh! ... *rumms Ah! .... ooaahhhh! ... *rumms Ah! .... ooaahhhh! ... *rumms Ah! .... ooaahhhh! ... *rumms Ah! .... ooaahhhh! ... *rumms Ah! .... ooaahhhh! ... *rumms Ah! .... ooaahhhh! ... *rumms Ah! .... ooaahhhh! ... *rumms Ah! .... ooaahhhh! ... *rumms Ah! .... ooaahhhh! ... *rumms Ah! .... ooaahhhh! ... *rumms Ah! .... ooaahhhh! ...

Hell ... dunkel ... hell ... dunkel .... hell ... dunkel .... hell ... dunkel .... hell ... dunkel .... hell ... dunkel .... hell ... dunkel .... hell ... dunkel .... hell ...

Am nächsten Morgen sitzt nur ein älteres Ehepaar im Frühstücksraum, das schweigend kleine Kekse isst.

Samstag, 5. Januar 2008

Urlaubsbilder sortieren - Fundstück (I)

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Montag, 1. Oktober 2007

Berliner Stichworte

  • Neuer Job: Nach zehn Stunden ununterbrochenen Regens und kompromisslosen Hauptstadt-Erlaufens von Modelagentur "Feet for Film" entdeckt worden. Agentur vermittelte weiße, weiche, aufgeschwemmte Nessy-Füße für Tatort-Folge "Die Tote aus dem Wannsee".
  • Unter den Linden Gedenkminute für Heinrich Institoris eingelegt. Geräusch splitternder Inlineskaterknochen löste Assoziationen an mittelalterliche Folter aus. Bei Bildungsministerium Fördergelder für Projekt "Akustische Geschichtserfahrung" beantragt.
  • Im Ostel den vollen DDR-Chic genossen. Hübsch hässlich das alles. Festgestellt, dass das Mitführen von Ohropax der Nachtruhe in jeder Hinsicht zuträglich ist.
  • Kulinarisches mit Kuhhintern: Nach parallelem Genuss von Tierarzt-Doku und "Hähnchengeschnetzeltem Bombay" bei Gastronom Programmwechsel für restaurantbeglückenden Flachbildfernseher beantragt. Daraufhin knackige Hamburger Handballer serviert bekommen. Essen hat eben doch etwas Erotisches.
P.S.: Keine Fotos diesmal. Knipsekiste kaputt.

Sonntag, 26. August 2007

Zentrale Erkenntnisse ...

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nach 6388,2 Kilometern Urlaub, der Bereisung von vier Ländern mit vier Hauptstädten und einem Nordkap, der Begegnung mit gefühlten 234 Rentieren und dem Weihnachtsmann hochstdaselbst, dem Saunieren mit hitzeresistenten und feuerversiegelten Finnen, der zweimaligen Überquerung des Polarkreises, dem Besuch von 17 Hotels mit weichen, harten, Doppel- und Einzelmatratzen und duftigen bis grenzwertigen Duschgels, dem Genuss von geschätzten 50 Litern des unvergleichlich schmackhaften Birnenwässerchens "Imsdal Pære og Ingefær", dem Treffen mit dem norwegischen Mr. Bean auf den Lofoten, der Vernichtung von circa 45 unschuldigen Zimtschneckchen und der Heimkehr in eine von der Liebesparade umzingelten Wohnung:
  • Stille kann echt laut sein.
  • Ganz Lappland ist Vittula, und Finnen lieben schreiende Rockmusik.
  • Das skandinavische Backhandwerk verdient sämtliche Preise, die es auf dieser Welt zu verleihen gibt, inklusive des Friedensnobelpreises, denn wohlschmeckendes, gerne mit Vanillepudding durchsetztes Backwerk fördert ungemein die Völkerverständigung und das friedliche Zusammenleben der Kulturen.
  • Weiche Doppelmatratzen führen zu kuscheliger Nähe, weil die Bettbenutzer unweigerlich in eine mittige Kule aufeinanderrollen und dort liegenbleiben wie dicke, sahnige Eiskugeln.
  • Norwegische, auf Straßen an Fjordhängen und nur mit Hose und Warnweste bekleidete, muskulöse Bauarbeiter, die den Vorbeifahrenden freundlich zulächeln, lösen bei Frauen Reaktionen aus, die Männer irritieren.
  • Strenge Gesetze bezüglich Alkohol sorgen dafür, dass Skandinavier, sobald sie auf Schiffe steigen, die ihr Land verlassen, stramm wie Nattern sind, bevor man überhaupt abgelegt hat.
  • Wenn Schafe wiederkäuend, mit müde ausgestreckten Gliedern und debil glotzend auf warmem Asphalt liegen, tun sie das immer hinter Bergkuppen.
  • Dass selbst in abgewrackten Hotels in komatösen Fischerdörfern, auf beinahe komplett von der Welt abgeschnittenen Inselgruppen sowie in zentralfinnischen, bis an den Horizont nur von Mischwald umgebenen Städtchen ADSL mit Warp-Geschwindigkeit vorhanden ist, war dann doch überraschend.
  • Kleine, skandinavische Jungs sehen alle aus wie Michael aus Lönneberga, wobei Michel aus Lönneberga in Wirklichkeit gar nicht Michel, sondern Emil aus Lönneberga heißt. Nur in Deutschland heißt er Michel, weil es Emil, den mit den Detektiven, schon vor ihm gab.
  • Helsinki und St. Petersburg sind ein bisschen wie Zwillinge. Es riecht nach See, die Straßen haben Kopfsteinpflaster, und die Dachrinnen enden auf den Bürgersteigen. Die Menschen stehen auf Märkten, verkaufen Fellmützen und gehen in die Basilika. In Helsinki halten Autofahrer allerdings tatsächlich an Zebrastreifen, weshalb dem geneigten Besucher Charakter bildende Nahtoderfahrungen entgehen.
  • Wenn erfahrene Seeleute auf die Feststellung "Wir nehmen die Fähre von Oslo nach Kiel" antworten: "Durch den Skagerrak? Na dann viel Spaß!", bedeutet dies: "Denk dran, immer nach lee kotzen." Fürs Einschlafen jedenfalls war gleichmäßiges Geschunkel förderlich, und selbst in meinen Träumen torkelten die Darsteller über die Leinwand. Nur punktuell hohe Wellen unterbrachen den Nachtschlaf, damit ich mich rechtzeitig an die Matratze klammern konnte.

Mittwoch, 22. August 2007

Verschätzt

svartisen09

Gletscherzungen, ich erwähnte es schon einmal, sind beeindruckende Werke der Natur, deren gewaltige Größe auf Fotos nur unzureichend rüberkommt. Selbst dem forschesten Wandersmann wird bei einer Annäherung erst dann deutlich, dass die Zunge sehr groß sein muss, wenn sie binnen einer halben Stunden strammen Fußmarsches nicht ein winziges Stück näher rückt.

Gestern kam ich bereits zum zweiten Mal in meinem Leben in den unbeschreiblichen Genuss, einer Gletscherzunge zu begegnen. Der Weg dorthin führte über einen See, den wir mittels eines von einem alten Norweger gelenkten Motorbootes überquerten, das ebenso klapprig wie sein Besitzer war. Am anderen Ufer angekommen, stiegen wir zunächst bergan, immer parallel zu einem breiten, kraftvollen Wasserfall und dann weiter durch eine faszinierende, vom Eis in Wellen abgerundete Steinlandschaft. Sie tat es der Gletscherzunge gleich: Was auf den Fotos wie nettes, leicht zu begehendes Gelände aussieht, war teils schwierig zu erklimmen, hatte Fugen und Risse und war vor allem weitläufiger, als das Auge mangels Anhaltspunkte es zu erkennen vermag (ich habe den Menschen im Bild zum Größenvergleich mit einem dezenten Pfeil markiert).

Mit uns hatten sich zwei Polinnen auf den Weg gemacht. Herr Nessy und ich hatten uns vor unserem Aufbruch den Rat im Reiseführer zu Herzen genommen und festes Schuhwerk angezogen. Die Polinnen machten sich frischen Mutes und in Ballerina-Schläppchen auf zum Gletscher. Wir kamen uns in unserer Wanderkluft zunächst etwas overdressed vor, doch nach der Durchquerung des ersten Bachlaufs und dem Entlanghangeln an der ersten Kante dankten wir dem freundlichen Herrn Baedeker für seinen überaus heißen Tipp.

Leider war es schon Nachmittag gewesen, als wir losgegangen waren - die Fahrstrecke von Fauske über den Polarkreis zum Svartisen-Gletscher hatte nichts anderes zugelassen -, so dass wir uns beeilen mussten, um zur Gletscherzunge zu gelangen und das letzte Boot zurück um 18.20 Uhr zu bekommen. Entsprechend drückten wir aufs Tempo und kehrten eine Stunde vor Abfahrt um, ohne bis ans Eis gelangt zu sein. Im Moment unseren Aufbruchs erreichten die Polinnen die kleine Anhöhe und begannen, munter Filmchen mit ihrem Camcorder zu drehen.

Die Entscheidung, eine Stunde vor Abfahrt des letzten Bootes ohne Rücksicht auf entgangene Abenteuer den Rückweg anzutreten, war eine gute, denn mit brennenden Sohlen erreichten wir schließlich den Anlegesteg, auf dem der wettergegerbte Kapitän schon mürrisch wartete.

Von den Polinnen jedoch, nach denen wir uns immer mal wieder umgesehen hatten, fehlte jede Spur. Ich bedeutete dem Norweger, dass die zwei Frauen fehlten. Der alte Mann, obwohl keiner anderen Sprache als des Norwegischen mächtig, verstand und wartete noch ein wenig. Mit dem Fernglas suchte er die Hänge ab. Doch nichts: Die Zwei waren nicht zu sehen.

Schließlich deutete er auf die Hänge, die den See umgaben, machte mit Zeige- und Mittelfinger das Zeichen laufender Beine, löste die Leinen und fuhr los. Ich schaute Herrn Nessy an: Ob er noch einmal zurückfahren und die Polinnen holen würde? Am Ufer führte kein Weg entlang. Selbst wenn: Zu Fuß und mit guter Ausrüstung brauchte man bestimmt mehrere Stunden. Herr Nessy zuckte mit den Schultern. Wir versuchten, den Norweger zu fragen, doch er verstand nicht. Was also tun?

Als wir zwanzig Minuten später am anderen Ufer anlegten, vertäute der alte Mann das Boot und verschwand in einem Schuppen. "Das sieht nicht so aus, als würde er nochmal losfahren", sagte Herr Nessy. Ich deutete auf ein kleines Boot mit Außenbordmotor. Vielleicht würde der Norweger damit noch einmal übersetzen.

Wir rätselten, was wir machen sollten. Was hättet Ihr getan?

Sonntag, 19. August 2007

Bei den Trollen

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Die Lofoten sind kleine Inselchen im Norden Norwegens, auf denen - dessen bin ich mir sicher - ganz viele Trolle leben. Diese Trolle haben wirres Haar, große Hände, sehr kleine Füße und noch kürzere Beine. Weil sie aber sehr gesellig und schwatzhaft sind und alle naselang zu einem Umtrunk zu ihren Nachbarn müssen - schließlich gibt es immer etwas zu feiern: den eigenen Geburtstag, den von der Trollmama, den vom Trollpapa, den vom Lieblingsrentier, die aufgehende Sonne, die untergehende Sonne und wenn die Sonne einmal nicht untergeht, dann das -, haben sie sich Brücken aus Regenbögen gebaut, mit denen sie von einem Fjord zum anderen hüpfen.

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Einmal im Jahr lädt der Trollkönig, der im Trollfjord wohnt, zu einem großen Fest, zu dem sich alle Trolle und ein paar Engländer versammeln und eine Woche lang frei saufen können. Weil dann alle Trolle im Trollfjord sind, gibt es für eine Woche keine Regenbögen. Das sieht dann so aus:

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Herr Nessy war sich übrigens sicher, einen hummelartigen, knubbelnasigen Troll gesehen zu haben, als seine Frau einmal austreten musste. Ich glaube eher, es war eine zarte Elfe, die hinter einem Felsen hervorlugte und danach zurück zu ihm ins Auto plumpste.

Kaffeeklatsch

Frankfurt
klingt ja schon mal SEHR vielversprechend! Ruhrgebi et...
Jekylla
Ich hätte dieses...
Ich hätte dieses Jahr ganz sicher noch Berlin...
nessy
Das, Frau nessy,
geht eindeutig nicht so weiter! Ich hätte dieses...
Jekylla
Der
Elektrozaun dient lediglich der Roestung der Kaffeebohnen....
pathologe
Das habe ich mir als...
Das habe ich mir als Student abgewöhnt. Ging ganz...
nessy

Keks dazu

“Die besten Geschenke werden nicht in Schachteln verschenkt.”

T9
Aktuellstes, dem Telefonino beigebrachtes Wort: spargelig

Mood

Soundcafé



Kundschaft

Kaffeemühle

 

Pächter

Im Geschäft seit 863 Tagen.
Letzte Bestellung: 16. Mai, 11:53

Hinterzimmer
Ich brühe Ihnen gerne persönlich einen Kaffee auf: die.liebe.nessy [bei] gmail [punkt] com

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